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Jerubbaal · 1919-01-01 · 10-11 (Jänner Februar 1919) · p. Seite 376

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jerubbaal
Volume
1 (1918-1919)
Issue
10-11 (Jänner Februar 1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 376 (sequence 22)
Language
German
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376 4 Abraham SAwadron: Jedenfalls kann es, bin ich überzeugt, keinen* jiddischen Namen_ geben, der so häßlich klänge wie Malt seht Lintschi öder die Kombination Toscä Rosenduft,- lachen Sie,"bitte, nicht, ich versichere Ihnen mit meinem Ehrenworte: es gibt wahrhaftig in N[. ein junges, isfaelitisöhes Mädchen mit diesem Namen, Sie ist^deutseh »dorch und dorch« und würde es mit Entrüstung von sich weisen-, einen hebräischen Namen anzunehmen, wobei ~~ zu meiner herzinnigen und aufrichtigen Freude ihr Pönem und ihre Nas' ganz von der Rasse der Rosendujfts sirid, kein Atomeheft aber an ihr eine Verwandtschaft mit der Tclsca zeigt. Aber, wie gesagt, diese Ansicht über manche jiddische Namen i§t meine ganz private, »im stillen Kämmerlein«. Ich habe gar kein Interesse, sie zu propagieren 'lind wurde darüber audi nicht diskutieren. Nicht die Sache der schönen Namen verfechte, idfr, sondernder hebräi sehen, Mir ist der häßlichste hebräische Name lieber, ~ als der schönste jiddische, deutsche, französische, italienische usw. <Äuch das ist meine stille Meinung, , die zu vertreten ich midi nicht bemühe, weil es doch so viele wunderschöne hebräische Narhen gibt, die man sich wählen kann.) Ähnlich, wie wir es ersehnen, daß nach Und nach die jiddische Sprache, ganz ohne Rücksicht auf ihre Schönheit öder Unschöriheit von , der Masse unseres Volkes für die hebräische eingetäuscht werde. - - ~ IV. Aus des >J^auscf^predigt<<. .... Seht mir doch diese Rebekka und diese Sarah, die sich mit Thekla und Klara übertünchen ~~ wie duftet der frische Anstrich! Und daß es euch in allen Ohren gell| f der Ekel über allen euren Ekeln ist der Namensekel/ von allen euern Lumpigkeiten ist die der Namens* Schändung die rachewürdigste, rachedriqgendstej Eine Schar zerlumpter Krüppel sehe ich euch nächziehen, , die fluchen; weisen, schlagen nach euch mit Krücken und Stützen -^ihr aber schließet Ohr und Aug' und schleichet klüglich weiter. * . / '»Wir sind die fremden Namen, die ihr' zur Lust mißbraucht, die ihr dann in den Straßengraben geworfen : Moritz, Siegfried, Hermanh,4gnatz, Adolf, Siegmünd sind wir und? . . . und .... — Unbarmherzige! Warum habt ihr uns kalt und. ohne Blumen ^urid ohne Zorn _*und mit abgewendetem Gesicht mitten im Wege weggestoßen, wie jeder Fremde, fertigt jede Fremde wegstößt daß kein Hund mehr, keiner von euch Hunden mehr nach uns riechen mag?« Aber ,eui;e Seele hat keine Ohren! '; Der Hostienschändung wurden eure Alten betätigt und sie litten schuldlös. Ihr aber habt Heiligtümer geschändet, ihr schändet sie annoch: "* ~* Meßgewänder, den anderen eigen, eig^nheilig, habt ihr vor eure Ponems als Vogelscheuche gesteht, auf daß sie das »Derkennen« von euch scheuchen! . . _ N .

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