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Jerubbaal · 1919-01-01 · 10-11 (Jänner Februar 1919) · p. Seite 372

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jerubbaal
Volume
1 (1918-1919)
Issue
10-11 (Jänner Februar 1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 372 (sequence 18)
Language
German
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372 ' Lpuise Fa rdiy : Militär mußten und es Buch nicht vergönnt war, noch schönere Zeiten irt unserer Mitte zu verleben. Und du Ruba, erinnerst du dich, wie du den ganzen Winter lang geschwiegen hast und nicht singen konntest ijnd erst mit den Vögeln zugleich erschollen auch deine Lieder. Idi güfie Euch Brüder, ich güße Eudi alle. Und dich Tulek, <ler du uns in Tarnow die Lilith führst. Und^didir Blieser, und dich-rNehemia. Erinnerst du dich unserer Gespräche arr Winterabenden, Nehemia, als .du mir klagtest, daß der Frühling so viele Hoffnungen in dir geweckt hat und nun ist es Winter .... Und du, Naftali, du schreibst: . »Idi weiß nicht, ob idi dir. dafür dankbar sein soll, daß idi in ,de*J£wuzafr war, oder .... Dafür, daß in mir alle Saiten berührt wurden, die jetzt zittern und tönen,, dafür,, daß idi soviel auf einmal fordere, und verlange von mir und vom Leben. Idfi wußte es vielleicht nie, daß man so heiß wollen^-verlangen kann mit seiner ganzen Seele und seinem ganzen Ich. »Wäre es mir-nicht besser- ^vielleicht?« * * Naftali, Naftali! Erinnerst du dich hoch, wie wir einmal zusammen »B'resdiith« gelesen haben: Von Adam, der glücklich im Paradiese lebte ohne Sorgen lind Bedürfnisse, doch unbewußt des Güten und des Bosen. Ich fragte Euch damals, welcher Adam Eurem Ideale eines Menschen näher sei; Ob Adam, der im Paradiese .lebte, oder Adam, den Gott vom Paradies vertrieben hat, weil er vom Baume der Erkenntnis gegessen, hat. Und einmal weißt du — da erzähltest du mih dasr Märchen Gorkis von der Schlange, die im Staube kriecht, weil es ihr warm und weich ist in ihm und vom Adler, der in den Lüften schwebt ... . Ein Prometheus muß der Mensch sein. Nicht in dem Nirwana, im Totsein, im Nichtverlangen, sondern im ewigen Streben; im >£ojb nisqht ' nöcli hecher« liegt das Glück des Mensehen, den Gott voip Paradiese yer* trieben hat Und wenn Buddha behauptet, daß der Lebensdrang, daß das Verlangen, Keime und Ursachen alles Bösen sind und aller Unzufrieden* heit auf Erden, weil das Leben dieses Verlangen nicht befriedigen kann. . . . Wenn uns Buddha' ersticken und vernichten heißt "jedes Verlangen unä jedes Streben, und uns jeden Lebensdrang in uns töten heißt, auf daß wir nichts verlangen und nichts begehren ./. .... - , . . Nicht für uns gelten solche Lehren. Wir sind jung! ■ inn^rr avian Isadiar Reiß. Von der Schande unserer- Namen. Eine Erwiderung an Abraham Sdfwadrbn. Geehrter Herr Dr.' Abraham Schwadron! Vor allen Dingen möchte idi Sie bitten, nidht von allem Anfang an und riodi ehe Sie meine Erwiderung gelesen haben, den Argwohn zu hegen, idi gehöre zu denjenigen/ die in Ihrer Forderung bezüglich unserer Namen ein »Problem«, »vielleicht ein

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