Jerubbaal
- Journal
- Jerubbaal
- Volume
- 1 (1918-1919)
- Issue
- 10-11 (Jänner Februar 1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 367 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3776398-6437699-6437823--419-3776806- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die -Geschichte der Schömrini-Kwiizah Lilith. 367 lebendigen Wesens zu erzählen: einer Kwuzah. Also »Sim lew«, Brüder. < ' . ... Ich blättere in unserem »Buche«. Ein Gedicht fällt mir auf, geschrieben nach eineinhalbjährigem Bestände unserer Kwuzah, unter dem Eindrucke eines Ausfluges in .die Alpen. Die letzten Zeilen lauten^ "~ Ja, du Erde! Schon bist dul * . * Heilig, groß und glänzend hell. ' ' <r'.v ^Farke bist-dü uns, und Licht und Tön, . Freude, Lust und LebensqueH: Wer eines hohen Lebens leben will / Auf dieser schönen Erd' allein, ' Der muß ein großer Meister, denn In Farben und in Tönen sein. - Ich führe diese Zeilen anr da ich glaube, daß das, was in ihnen ausgedrückt ist, eben dasjenige ist/ wörän es uns fehlte und was wir uns im gemeinsamen Leben aneigneten. Was der " Mehrheit unserer Jugend fehlt,Ist die Liebe zum Leben und die-Liebe zur Erde, die Jugendlichkeit. Die Jugendlichkeit, die alles Schöne und Gute lieben kann, mit einer Liebe, stark wie das Leben. Alles Schöne Ijeben! Und was kann uns schöner erscheinen als unser Ideale das "unserem Leben Inhalt gibt, das Stetigkeit schafft lind Harmonie, und adle Gedanken und Gefühle einem einzigen großen Gedanken unterordnet? Und wohl dem, der diese Harmonie in sich auszubilden*"vermocht hat! " :r - III- Sommer. Lange, heiße Tage, feuerrote Sonnenuntergänge und Nächte, betäubend von Bäume* und Blütenduft. Herrliche Mächte \ Am Abhänge des Buchberges, im Tale von drei Seiten von Hügeln umgeben und von der vierten: von «inem lustigen Bächlein umgrenzt, schlugen wir oft unsere Zelte auf, Es. dämmerte.~Alles war schon vorbereitet. Die Zelte umgraben, ausgebettet. . Das Feuer loderte schon. Drei dicke Späne in der Form eines Sternes Rollten uns die ganze Nacht hindurch leuchtend Von den nähen Wiesen brachte der Wind den Duft frischgeschnittenen Heus. Wir nahmen uns an den Händen und „gingen_ der Nacht entgegen. In, der Stille ertönte unser Lied: tp inrwtw,,: . - - -.nböna "öS topt < - rbz vmn flölö .TO pn " ' *\ ~\ ".....; mnrnic xünd Wald und Berge wiederholten: Uhu. Die Narfit breitete immer dunkler ihren schwarzen Mantel aus und 'drang in die Ideinsten Ecken und Winkel. Alles hüllte sich in den blaß- .silbernen Glaqz des Mondes und der Sterne. 1äin verzaubertes Land! Es schien uns; als ob* jeden Augenblick aus den dunklen Gebüschen -V * " s*—*