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Jerubbaal · 1919-01-01 · 10-11 (Jänner Februar 1919) · p. Seite 366

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jerubbaal
Volume
1 (1918-1919)
Issue
10-11 (Jänner Februar 1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 366 (sequence 12)
Language
German
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366 Isactar R eiß : Atif einer von unseren späteren Besprechungen war, von unseren Ut> ahnen die Rede, die vor tausenden Jahren dasselbe Ziel anstrebten, zu Stern wir heute gelangen wollen. Vierzig Jahre brachten sie in der Wüste zü, bis aus dem Haufen von Sklaven ein starkes, mächtiges V61k entstand, das die Fleischtöpfe Mizraims nicht kannte -und sich nach ihnen nicht sehnte und allein^ die Zukunft vor sich sah/ eine grcfße Zukunft im eigenen Lande. Auch wir müssen so werden: stark und mächtig, unbeugsam im Kampf müssen wir sein und eine mächtige Waffe in unserer Hand ist die große Liebe zu unserem Land und Volk, die Ausdauer im Känrof mit unseren Feinden. Stark müssen wir sein! ' Wie Eisen unsere Muskeln, wie Stahl unser Wille. Denri ansonsten vergeht wieder in ein Nichts die messianische Verküridüng.. Der Traum ist verklungen *~ zurück bleibt der Schmerz. Stark myssen wir sein wie unsere Ahnen, die das Land eroberten denn auch uns liegt es ob>_ das Land zu erobern, denn auch, wir setzen unseren^ Wanderungen dasselbe Hjiel. Poch neben der Kraft und der Stärke muß in unserem Geiste das Ideal unserer Propheten leben> 3äs Ideal der Gerechtigkeit, der Güte und der Älliebe, -unser Ideal vom Menschen, Zum völligen Verständnis der Geschichte unserer Kwuzah können einige Einzelheiten unmöglich umgangen werden. Nach kurzer Zeit sind zwei aus der Kwuzah ausgetreten, zwei andere sind neueingetreten. Wir waren unser zehn. Wir erzählten uns gegenseitig. Gewisse Unterschiede, die* zu Mißverständnissen hätten führen tonnen, gelang es mir durch tneinfc Pei;s6if zu neutralisieren. Ich" war der »Bindefaden der Kwuzah^ bis sich langsam freundschaftliche Beziehtingen unter den ^einzelnen Personen arizüfädeln begannen. Nach kurzer Zeit sah .man in der Kwuzah Paare von Freunden, die ganze Kwuzah jedoch blieb eine Einheit. Wir wählten uns den Namen »Lilith«, die wacht, wenn alles Schläft und ti*äumt. Auf einer der ersten Besprechungen schlug ich aen Kameraden vor, einander beim Vornamen an* zurufen. Bis kii diesem Zeitpunkte nämlich war dies nicht ganz durch* geführt. Dieser Schritt näherte uns zweifellos einander. Nach zwei" Monaten beschlossen wir auf einer Besprechung, uns ein Gedenkbuch der Kwuzah anzulegen. Auf der erstem Seite dieses »Büches« finden -sidft folgende. Worte: * - * »Dieses Buch soll ein Gedenkbüch unserer Kwuzah sein. Es solf die Geschichte eines lebendigen Wesens' erzählen, das ,Lilith' heißt, von seinen Gedanken und Gefühlen/ seiner Arbeit und Entwicklung, Freude und Schmerz. Jeder von uns ist eine in sich geschlossene Welt, Jeder von uns Itebt und denkt,'fühlt und haßt: lebt sein eigenes Leben. Doch für jeden von uns gibt es überdies ein teures Wesen, als dessen Bestand-? teil er sich fühlt, dessen Trauer auch ihn betrübr und dessen Freude ihn freut. Jeder von uns ist gewissermaßen ein Organ dieses großen lebendigen Wesens, in dessen Adern unser heißes. Blut fließt. Die Geschichte dieses lebendigen Wesens \xrird demnach das ^Spiegelbild unseres persönlichen Lebens sein, unsere Gedanken, und; Gefühle werden seine Gedankerj tind'Gefühle sein. Dieses Buch hat die Geschichte eines

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