Jerubbaal
- Journal
- Jerubbaal
- Volume
- 1 (1918-1919)
- Issue
- 10-11 (Jänner Februar 1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 358 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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358 Adolf B 6 h in: Der Betrieb. Äsche geworden sein, da wir wissen/ tlaß aus dein höllischen Chaos des Heute eine neue JWeltordnung hervorgehen wird, gestützt auf die drei Internationalen, der Arbeitenden, der Geistigen und der Jugend In meinem Namen und im Namen meiner Freunde . , * Jaacov Kien H ae o h e n. Der Betrieb. Im Anfang War die Idee.. Ihr Ende ist der Betrieb. Unselig diejenigen, die, um die Idee zu verwirklichen, sich mit Feuereifer auf das Gestalten warfen und allmählich den Betrieb geschaffen haben, "dem sie nicht mehr entrinnen können. Sitzungen, Tagungen und wieder Sitzungen, Tagungen, daneben Artitailschreiberei, Verhandlungen usw. Die lebendige Seele ver* durste* dabei. Dies das Lps der zionistischen »Führer«, im Galüth. D er Führer, der sich dabei" noch ein wenig Sdiwungkraft bewahrt hat, fühlt, daß er etwas ist, das von der Bewegung überwunden werden muß,rsqif r$ie nicht schpn zur Partei entartet sein. Seiae Hoffnung ist's, daß die Jugend an seine Türe pochen und ihn, wie der Bacpalaureus dem ver* , jneintlichen Faust sagen wird, daß er unendlich schal geworden ist. Höchstens fühlt er sich noch als ein not wendiges Obel, aber jedenfalls^ als Übel. - . - ~ Die Jugend ist gekommen, aber die Führer sind geblieben. Die Jugend will durch die Tat, dqrch ihr /unmittelbares Leben das Ideal verwirklidheii/ den Führern überläßt sie die Organisation der Arbeit, bei welcher Tätige keit sie sich unendlich wichtig vorkommen. Nur einzelne von ihnen, von diesen »Obmännern« der Vereine/ Ortsgruppenverbände> Distrikte, Länder usw. fühlen*,, daß, ihr Los es ist, an eine Tretmühle, gefesselt zu sein, ihren Elan an die Reibungen im Betrieb verschwenden;zu müssen, frides die anderen, die Jungen, die Glücklichen, wahrhaft verwirklichen, sich durch.Tat erlösen. . Könnten diese »Führer« nicht einmal sidiaufraffen und dem unendlichen Reden und, Schreiben entfliehen, um den gleichen Weg zu gehen? Zu spät! Sie .sind durch den jahrzehntelangen Betneb zermürbt, sie sehen keinen Nachwuchs und wissen, daß sie ein notwendiges Übel sind,. Keinen Nachwuchs — diese Tatsache wird oft und oft kopfschüttelnd erwogen ,- bei solch mächtiger Ausbreitung 'der Bewegung so wenig Führer* nachwuchs! Aber das ist ja eben das/Gute daran, daß der Nachwuchs, die Jugend, nichts Mehr wissen will vom Yereinsziönismus, vom Diaspora* Zionismus, vom Vorsitzen und Protokollfuhren; So müssen die altert^ Führergäule weiter den örganisatiönskärren ziehen^ selbst wenn sie Morgenluft wittern und ausspringen möchten. Ein trauriges Los! Und doch: Welch Erleben ist ihnen die Entwicklung der BeweVüng, die sie mit angesehen, tfon Herzls Zeiten, an :!- Der Rufer in der wüste des Diasporadaseins hat die verlöschende * Seele des Judentums angefacht, seine Jünger haben, Itrotz aller Unseligkeit des Betriebs, vermocht, diesem