Jerubbaal
- Journal
- Jerubbaal
- Volume
- 1 (1918-1919)
- Issue
- 8-9 (Nov. Dez. 1918)
- Date
- 1918-11-01
- Page
- Seite 309 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Vorbereitung für Palästina; 309 würdet, — wenn Eure Problematik, Eure Geistschwangerheit nichts anderes war; als Fludit vor der Wirklichkeit Iii eine tinwirkliche Scheinwelt. Aber es gibt eine Geistigkeit, es gibt eine Lebenshaltung, es gibt etn Gefühl vom Höheren, von Wesentlichem und Notwendigem in der Welt; es gibt eine Art zu arbeiten, seine Pflicht sachlich und selbstverständlich zu tun/ seirie: Hände zu regen tind körperliche Mühe zu lieben, die dennoch unvergleichlich weit absteht von dem, was den hiesigen Bauern^ Handwerkern und Arbeitern gesundes natürliches Leben heißt. So müßt Ihr werden, Ghaluzim! Immer einen Sprung weit weg von der natürlichen einfachen Gesundheit. Und immer weltenweitweg von der scheinwirklichen überschwäriglichen, höhten . Geistigkeit. Sonst werdet Ihr nicht unsere Pioniere sein. Und noch eines sägen viele, und ich fürchte, einige von Euch sind bereit, es ihnen zu glauben. Sie sagen: das jüdische Volk braucht ein jüdisches Land, eine-jüdische Sprache und jüdische Arbeiter, die jüdisch sprechenden Menschen im* jüdischen Lande und alles andere wird von selbst kommen; wird so werden, wie es die immanenten Gesetze der Wirtschaft und der Politik von selbst verlangen werden. Chaluzim! Ihr müßt wissen, daß sie Euch belügen, daß sie Euren Tod und Bur£ Sklaverei wollen. Ihr müßt lernen, daß das also Eure Todfeinde sind, mit denen es keinen Frieden geben kann, denn sie verkleinern das jüdische Volk, auch wenn sie sich Dünams kaufen und Schekel zahlen. Ich sage Euch; ja, es wird werden wie es die immanenten Gesetze der Wirtschaft verlangen, genau so und schauerhaft bald. Weltkrieg ist eine der anmu^ tigsten, der anständigsten, der ehrlichsten noch von allen Forderungen der immanenten Gesetze. Ihr könnt ihn haben. Es kostet keine Mühe. Man braucht nur alles laufen zu lassen wie es logischer Weise verlaufen wird. Wollt ihr wirklich nichts mehr, als daß euch Räum geboten sei euch zu mühen? Genügt euch die Hoffnung, daß auf dem heiligen Boden des Landes jüdische Sklaven jüdischer Größherren leben <-* nennt man dies noch leben? werden. Oder meint ihr nicht auch, daß' euer Blut und euer Geist zu teuer sind für solche Frohnde? Wenn ihr nichts anderes mitbrächtet in unser Land als eure starken Arme und den ernsten Willen, daß unserem Volke dort eine neue Heimat entstehe, so wäret ihr schlecht vorbereitet. Welch eine Heimat soll uns Erez-Israel werden, "däs ist unser aller Frage. Das scharf und sieher zu bedenken, ist eiriürierläß^ liches Stück aller Vorbereitung. Sdziale Gerechtigkeit ist die Lösung der meisten unter euch. Und dies zu fordern, ist viel, aber nicht mehr als ein Anfang. Was heißt soziale Gerechtigkeit? Welche Verteilung des Bodens, welche Verteilung allen Besitzes, welche Bestimmungen für die Erzeugung der Güter, welche Form des Arbeitens, welche Art der Verteilung geschaffener Güter, welche Rechte jedes " arbeitenden Menschen, welche Sicherheit für Schwache, Kranke^ Greise und Kinder, welche Verfassung der Gemeinden, des Staates, welche Beziehurigen zu nichtjüdischen Nachbarn, welche Gesinnung der Erziehung, welche?1 Maß von Religion, KünSt, Wissenschaft, welche Ordnung der sittlichen) ge^