Jerubbaal
- Journal
- Jerubbaal
- Volume
- 1 (1918-1919)
- Issue
- 7 (10.1918)
- Date
- 1918-10-01
- Page
- Seite 247 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Abraham Schwadron: Von der Schande eurer Namen. 247 Einfluß und daß ihr jedes Attentat abwehren werdet, das die gleich^ macherisdie »Ökonomie des Materiellen«, wie sich die Sucht nach Gewinn nennt, wenn es gilt, die Tendenz zu verschleiern, unternimmt. Sammelt euch daher, meine Freunde, schließt euch, wenn ihr das Land betretet, Denen an, die die Größe der Gefahr erkannt haben, ob sie sich nun »Hapoelim hazairim« oder »Olei zion« nennen, und seid auf der Hut vor den Agenten des Privatkapitals, die durch ihre altbewährte Findigkeit schon vor euch die Küste erreicht haben werden. Eines noch merkt euch: Die Jugend war stets revolutionär. Diese Jugend aber, die aus dem Hexenkessel dieser unmenschlichen europäischen Zeit sich in die wunderbarste Heimat der Welt zu retten Gelegenheit hat, muß ihre revolutionäre Kraft vertausendfachen, dann hat sie die Möglichkeit, das Entstehen alles Schrecklichen, Volksfremden und Unmenschlichen von vornherein zu verhindern. Wollen wir aber warten, bis sich unser erbittertster Feind festgesetzt hat, wollen wir erst lange rüsten und zuwarten, dann wird der Kampf so schwer und an zeitlichen Fehlschlägen so reich werden, daß mancher aus unseren Reihen verbittert und verzweifelt die Hände sinken lassen wird. Kameraden, Brüder, Freunde: Ich habe wiederholt zu euch gesprochen und wenn Manche von euch auch dieser oder jener Ansicht, die ich äußerte, abweisend gegenüberstanden, wenn es auch unter uns Meinungsverschiedenheiten gibt, bitte ich euch: steht zusammen und denkt daran, daß alles, das wir mit dem letzten Strahl unserer Liebe ersehnen, auf dem Spiele steht. Ich kann euch heute hier noch keinen konkreten Vorschlag bringen, denn hier in Europa können wit nicht viel mehr tun, als uns vorzubereiten. Ich habe aber in den letzten Tagen jene Stellen, die kraft ihres Verständnisses Führerberechtigung haben, nochmals auf die drohende Gefahr aufmerksam gemacht und ihnen einen Verteidigungsplan vorgelegt, durch den unsere Bemühungen um die Entwicklung, Erhaltung und Verbreitung einer wirklich jüdischen Kultur in Palästina als die Grundlage aller Taten zentralisiert und aussichtsvoll gemacht werden soll. Ich kann euch heute noch nichts Näheres darüber sagen, da ich noch keine endgültige Nachricht erhalten habe. Ich bitte euch aber, seid beim ersten Ruf zur Stelle! Palästina muß jüdisch werden, nicht international kapitalistisch. Das wollen wir und das werden wir erreichen und wir werden beweisen, daß auch in dieser Generation genug gute Elemente enthalten sind, die eine vierzigjährige Wüstenwanderung nicht notwendig machen werden. Wir werden beweisen, daß wir des Landes wert sind, das uns Gott gibt. Eugen Hoeflich. Von der Schande eurer Namen. Ein Ruf an die zionistische Jugend. 1. Entscheidet Eudi! Ich gestehe: Ich bin leider nicht mit dem Sinn dafür begnadet, was ihr gemeiniglich das Unbedingte, das »absolute Maß der Werte«" nennt. Mir