Jerubbaal
- Journal
- Jerubbaal
- Volume
- 1 (1918-1919)
- Issue
- 6 (9.1918)
- Date
- 1918-09-01
- Page
- Seite 230 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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230 Frieda- Sdi.i ff: nicht vor Demonstrationen: und einem 'Eerror*System zurückschreckt und auf jede Wefee die Umgestaltung* des; bisherigen* »Religionsbetriebes:«: in seinem,, nämlich jugendlidi*jüdischem Sinne1 fordert:* Darunter verstehe ich beispielsweise:: Selbstverwaltung' der Schüfer m der Religionstunde, Ab* Schaffung von »Religiönsnötfen«?r Entzug des Strafrechtes: des: Lehrers; für andere als ordnungswidrige Vergehen, Abstimmung der Schüler, mit weEdtien Zweigen der jüdischem Wissenschaft sie sich, beschäftigen wollen. (Palästina* künde, jüdischer Philosophie,, jüdischer Geschichte; Hebräisch, nach einer modernen Unterrichtsmethode etc.):.. —- Das sollten aber durchaus: nur Beispiele sein, die* Forderungen betreffe der Umgestaltung des Religions* Unterrichtes in jüdisch*j,ugendlichem Sinne müßten erst ordnungsgemäß fest* gesetzr werden, wobei nichr verhehlt werden kann, daß di ese ganze Um* gestaltung wohl nur für solange gefördert werden müßte, bis die Lehrer; die die jüdische Jugend braucht/ Vorhanden sind:, also vielfach nur provisorisch für den Übergang geschaffen wäre, daß: es. schließlich weniger Absicht dieses Aufsatzes war, praktische Vorschläge zur Umgestaltung zu machenr als vielmehr, Anregung zu sein um diese Vorschläge hervorzurufen, ausgehend von der einzigen Gewißheit, daß d:ie jetzigen Zustände geändert werden müßten. Jaaeov" Ffekohen. Liebe Kameradin! Danke Dir für Deinen Brief, den ich mir schott herbeigewünscht habe, zumal ich Deine Adresse ja nicht wußte. Daß Du: dachtest, mich zu stören/ während Du gerne mit mir gesprochen hättest, bedaure ich. Ich glaube,, das Verhältnis von Menschen zueinander läßt sich nur so. richtig regeln, daß jeder tut,- was ihn freut, so lange, bis der andere sagt,, daß es ihn momentan, nicht freut. Immerhin! haben wir uns> glaube ich, genug verständigt, um das nun mit Erfolg* schriftlich weiter versuchen, zu' können* Vom; Bl.^W. habe ich durchaus dfe Meinung, die Du selbst aus* sprichst. Ein Beginnen mit vielem Verfehlen und der Hauptsache nach mit einer guten Zukunft. Ebenso habe ich von unserem Ausflug im besonderen dien gleichen Eindruck gewonnen; wie Du selbst, nämlich, daß eine recht gewöhnlich lüstige Stimmung herrschte, die mit dem Wesen einer Jugendkultur bei! alfer Harmlosigkeit eigentlich recht wenig zu; tun; habe. Wollen wir vielleicht nun zusammen versuchen, uns klar zu werden, wo die wesentlichsten} Angriffspunkte liegen. Es wird keine richtige jüdische Jugendbewegung geben, ehe sich nicht die Auffassung betreffs Jugend und Volkstum grundsätzlich wandelt. Wir sind jung. Und so haben wir eigenen Sinn, Wert und eigene Berufung.. Wir' stehen. Schorn in: dieser Welt und doch gibt es noch nichts in ihr, das uns sicher und zu eigen; wäre. Alles sei uns noch Frage> Probe und