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Jerubbaal · 1918-09-01 · 6 (9.1918) · p. Seite 223

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Journal
Jerubbaal
Volume
1 (1918-1919)
Issue
6 (9.1918)
Date
1918-09-01
Page
Seite 223 (sequence 21)
Language
German
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HeinriA S ü ß k i n d: .Abr^Anyqg. 223 sich besonders schnell .entwickeln und die besten Existenzbedingungen bieten werden? Man kann aber, glaube ich, mit Sicherheit ,sagen, daß *es noch lange in den kulturellen Ländern Europas Jeichter und bequemer zu leben sein wird, als .in Palästina, *und tdaß es wjKtschaftlich mpch lange vorteilhafter sein wmd, >die .anderen fiir sieh arbeiten zu lassen, als selbst :ZU .arbeiten. Wer sich aber nach .diesem richtet, gehört nicht in unsere Jieshaluzbewegung. Was aher <h'e gut ausgebildeten Arbeitskräfte betrifft, wurden sie immer, und das wird besonders in der Zukunft der Fall «sein, seihr geschätzt und fanden .ein großes Betätigungsfeld, sogar im Kriege — die Bedingungen aber zu ihrer Arbeit?mußten sie oft selbst schaffen.« Das war das Schwere, aber auch das Schöne in unserer .Arbeit in Palästina. Wir kommen in ein Land, wo niemand etwas für uns vorbe» reitet hat/ wir sollen rdas Land und 'das Leben für ,uns nach unserem Wollen, Können und Mögen schaffen. Jeder muß suchen, seinen Anteil an dieser großen Arbeit zu haben, jeder inuß sich sagen: «QK TWK TJPSy *6 DK *h i*Ö **b und den Mut fassen, sich vom TltS^Sn *V*P des Golus loszureißen und seine Pflicht gegen sich, .sein Volk und Vaterland, so schwer die Bedingungen auch sein mögen, end* lieh zu erfüllen. Und wer ^Jut und Willen hat, den echten Mut und den echten Willen, dem werden die palästinensischen Verhältnisse nicht zu schwer fallen. Berlin, August 1918. Frau Dr. MaiseUSchochat. <Aus den vom national)üdisdien. Jugendaussdiuß hcrausg^gcbcncnßcriifstcratungsblättern.) Abrechnung.* Die Menschen, die in diesen Blättern über die Jugend sprachen, hängen noch am Wort. Um des Wortes willen, um seiner Schönheit und Melp* die willen, ist vieles gesagt und gedacht worden. Die Stimme des verzweifelnden, in seiner Not schreienden jungen, jüdischen Menschen war noch nicht zu hören. Der Grund ist klar. Diesen Menschen ist die Feder ein schweres Werkzeug, das sie nur in höchster Not ergreifen. JEs jst aber schon Zeit, daß auf all die »Systeme«, die jeder Schreiher für -die Jugend aufstellt, und auf all die »Lösungen«, die man der Jugend aufdrängen möchte, geantwortet werde. Zunächst diesen, die von Asiatentum sprechen. Die, um dieses Asiaten^ tums willen so schöne Paradoxe im Schweiße ihres Angesichtes machen. Den wäre kurz zu antworten: Für uns gibt es kein Asien und kein Europa. Für uns gibt es nur unsere Not. Unsere Not! ohne die schönen Adjectiva, -die ihr so schön zu setzen wißt. <Das für Eugen Höflich.) Unsere Not und unsere Verzweiflung an euch Alten <»Jugend ist keine zeitliche, sondern eine seelische Kategorie«), die ihr euch uns in den Weg legt und jede .unsere Aeußerung durch euer Gespött bloßstellt und jede * Ein zweiter Aufsatz folgt. 17*

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