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Jerubbaal · 1918-09-01 · 6 (9.1918) · p. Seite 209

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jerubbaal
Volume
1 (1918-1919)
Issue
6 (9.1918)
Date
1918-09-01
Page
Seite 209 (sequence 7)
Language
German
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Die Gesetze der S&omrim. 209 werden ihm überall die Pforten' zü den Mensdienherzen öffnen. Anstatt im tinglück die Hände zu ringen, wird der Sdiömer bemüht sein, mit Überlegung und Geistesgegenwart aus der schwierigen Lage herauszukommen. Dabei werden ihm die in den Schornerübungen gewonnene schnelle Orientierung und Geistesgegenwart gute Dienste leisten. Niemals wird der Schomer füt die Ursachen seines Unglückes andere verantworte lieh zu machen versuchen. VIII. Der Schomer ist sparsam und dabei opferwillig, Dieses Gesetz bezeichnet deutlich einen einzigen Zug im Charakter des Schomer. Der Schomer wird sein Geld nicht für kleine und unnütze Sachen vergeuden, für Näschereien und persönliche Annehmlichkeiten, weiß er doch wie viel ungestillte Tränen ringsherum fließen und wie viel Geld vonnöten ist, um zumindest einen Teil der Not unseres Volkes zu lindern und für zumindest einen Teil unserer Brüder eine bescheidene Zukunft in Palästina zu sichern. Ziellose Sparsamkeit aber kann in Geiz ausarten und geizig wird der Schomer nicht sein. Er ist zwar sparsam aber seine Kraft und sein Geld wird er nur großen Zielen zuführen: der Schomer ist opferwillig. IX, Der Schomer benimmt sich einwandfrei und drückt sich immer gut aus. Widrig sind ihm Zweideutigkeiten und Andeutungen, in denen sich die unerwachsene und verdorbene Jugend gefällt, widrig ist ihm ein zweideutiger unmoralischer Witz. Der Schomer spricht gerade und offen, ohne leere Phrasendrescherei und keine Worte ohne Inhalt. Er täuscht nie^ mandem falsche Anhänglichkeit oder gar unechte Sympathie vor, sagt jedermann ins Gesicht, was er von ihm denkt, doch niemals hinter seinem Rücken. X. Der Schomer schont seine Gesundheit. Die Grundlage der ganzen Weltanschauung des Schomer ist in dem* selben Maße wie die moralische auch die physische Gesundheit. Die physische Kraft ist aber nicht nur an und für sich wertvoll, sie ist auch eine unerläßliche Bedingung des geistigen Gleichgewichtes. Und doch hat die Jugend bisher sehr wenig Verständnis dafür gezeigt. Für die noch nicht erwachsene und verdorbene Jugend, die den Älteren nachahmt, ist es das höchste Ideal, den Alten in einem Punkte gleichzutun: in dem Genüsse der Geschlechtsfreuden. Alkohol, Tabak und geschlechtlicher Verkehr bilden für sie das Lebensideal. Es ist klar, daß diese Jugend jedesmal tiefer in dem Meere der Verderbnis versinkt, daß sie langsam aber nachhaltig ihren Leib und ihre Seele verdirbt. Der Schomer, dessen Ideal die physische und geistige Gesundheitlichkeit bildet, wird diesen Weg niemals betreten. Er wird immer seinen Leib pflegen und auf seine Gesunde heit achten, denn nur die physische Elastizität wird ihm die Ausübung seiner Pflichten ermöglichen. Der Schomer wird mit seiner ganze Willens** kraft seine schlechten Anlagen bekämpfen. Er wird niemals der Onanie

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