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Jerubbaal · 1918-09-01 · 6 (9.1918) · p. Seite 210

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jerubbaal
Volume
1 (1918-1919)
Issue
6 (9.1918)
Date
1918-09-01
Page
Seite 210 (sequence 8)
Language
German
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210 Woran wir glauben. verfallen, dieser schrecklichsten Krankheit der Jugend, die ihr Blut und ihre Lebenskräfte saugt. Er wird sich nicht durch Beispiel anderer zum Tabak* rauchen und Alkoholgenuß verleiten lassen, die die Gesundheit des Jungen im Stadium der Entwicklung gefährden. <Iri durch Tradition geheiligten Fällen kann sich der Schomer zu Hause eine bescheidene Portion erlauben.) Der Schomer wird immer bemüht sein diesen schrecklichen, ansteckenden Krankheiten entgegenzuarbeiten und seine Umgebung günstig zu beeinflussen. Denn nur eine gesunde, eine Jugend voll physischer Kräfte ist ihrer Aufgabe und ihrer nationalen Pflicht gewachsen. In corpore sano mens sana. Woran wir glauben.* (Gedanken über den Zionismus.) Wir glauben daran, daß die Welt anders werden muß, daß Sklaverei und Unterdrückung Zeichen von moralischem. Untergänge sind. Wir glauben, daß eine Welt von Starken und Schwachen, von Glücklichen und Elenden, einen direkten Gegensatz zum wahren Sinne der Geschichte bildet, eine Negierung der edelsten Bestrebungen aller Geschlechter. Unser Glaubenssatz lautet: «Denn der Trieb des Menschen ist Jugend auf gut». So spricht in uns das Gewissen unserer Rasse. Auf diesem Fundamente wollen wir die neue Welt aufbauen. Das haben wir von unseren Propheten und Märtyrern gelernt, die dafür mit Steinen gesteinigt und auf Kreuzen gekreuzigt wurden. Von den heißen Küsten des Mittelländischen Meeres haben wir die Idee der Gerechtigkeit und der Brüderlichkeit »Gottes Königreich auf Erden« in alle Enden und Ecken der Welt getragen. Wir haben mit uns die Hartnäckigkeit mitgebracht, die Ausdauer, vieles zu leiden und zu ertragen, unser Geist hat gewacht und gewirkt. Wir haben im Stillen die Fundamente der Welt der Macht, für die Welt des Rechtes untergraben. Wir haben überall geweckt und zum Kampfe gerufen gegen das das ist, im Namen dessen, das sein soll. In allen Revolutionen haben wir Blut vergossen. Auf allen Barrikaden haben wir gekämpft. Auf allen Schlachtfeldern der Materie und des Geistes haben wir Opfer gebracht. Wir haben unserer selbst vergessen und mit zugemachten Äugen, jeder Gefahr spottend, haben wir uns überall in den Kampf für eine künftige bessere Weltordnung geworfen. Wir haben dreist und trotzig alte Bastillen gestürmt, um auf deren Trümmern ein neues Leben zu bauen und doch ist die Weltgeschichte die Geschichte der arischen Völker. . Unser Blut ruht aber nicht, die uralte Stimme ruft weiter, mahnt wieder und unsere Namen sind in den ersten Reihen der umstürzbaren Bewe* güngen zu treffen. Auch an der russischen Revolution hat die dortige jüdische Jugend einen großen Anteil genommen. Wir vergießen keine Krokodilstränen, wir schrecken nicht vor dem jüdischen Blut zurück, das noch fließen kann. Wir sind die Avantgarde # Uebersetzt aus^dem Jiddischen. Enthalten im soeben erschienenen Sammelbudi: Gegenwart und Zukunft der Warschauer Zirei Zion.

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