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Jerubbaal · 1918-08-01 · 5 (8.1918) · p. Seite 170

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jerubbaal
Volume
1 (1918-1919)
Issue
5 (8.1918)
Date
1918-08-01
Page
Seite 170 (sequence 8)
Language
German
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170 Albredrt He II mann: befindet!, ihnen, die ehedem noch an unserer Seite standen urtd die ~- hoffentlich recht bald wieder in ünsferer Mitte sein werden, ihnen ist die Jugend in der Heimat besonders verpflichtet. Diese Verpflichtung muß durch engste Anteilnahme an ihrem Geschick, durch zuverlässige Fühlungnahme mit den Vorgängen und Arbeiten in der Heimat, durch Briefe, Berichte, Meinungsaustausch erfüllt werden. Unsere Freunde draußen müssen über alles unterrichtet sein. Wir müssen ihr schweres Los durch alle uns zu unserer Verfügung stehenden Kräfte erleichtern helfen. Dazu gehört in erster Linie — und das muß immer wieder ge* sagt werden —* der Brief, der regelmäßige Brief, Nach Rückkehr dieser unserer Freunde werden sich alle Verbände vor neue Aufgaben gestellt sehen, da unsere Freunde nach jahrelanger Abwesenheit -.ein neues Ge* Schlecht mit veränderter Gesinnung vorfinden werden. Ihnen, die gelernt und geseheil haben, daß allerhöchste Anforderungen von den Einzelnen erfüllt werden können, ihnen muß die Jugend in der Heimat mit Be* scheidenheit und Zuvorkommenheit und Güte entgegentreten. Max Kober. Revolution der Jugend. Gehet hin, gehet hin durch die Tore! Bereitet dem Volke den Weg! Madhet Bahn, machet Bahn! Räumet die Steine hinweg! Werft ein Panier auf über die Völker! Jes. 6z, 10. I. DIE JUGEND DER SEELE. Jugend ist keine zeitliche, sondern eine seelische Kategorie. wie die unbegreiflich hohe Seele die irdische Erscheinungsform des Göttlichen, so ist die unbegreiflich hohe Jugend die irdische Erscheinungs* form der Ewigkeit. Nicht der unerwachsene, sondern der beseelte Mensch ist der junge Mensch. So lange die Seele dauert und wacht, so lange dauert und wacht die Jugend, die nicht der bestimmte Zeitraum des Wachstums und durch diesen unrettbar begrenzt ist, sondern das unver* lierbare Attribut der seelischen Substanz, wie die Ewigkeit das der göti> liehen. <Darum ist ewige Jugend das Sein der ewigen Götter.) Nur der seelenlose Mensch ist alt. was will es denn im Grunde, im Wesen besagen, ob ich fünfzehn oder fünfzig, fünfundzwanzig oder funftindsiebzig Jahre alt bin? Dieser Unterschied ist kaum mehr als der brutale Vorwand sich unterlegen fühlender Lehrer und ähnlicher Respektspersonen für ihr Verlangen nath traditioneller Unterwerfung des Jüngeren und seiner Scheu vor dem Alter, dessen Hilflosigkeit höchstens, nidht aber dessen Angst vor der Jugend ehrfurchtheischend ist. Oder er ist auf der anderen Seite ebenfalls nichts als die rohe Rechtfertigung nur dem Alter nach junger, sonst aber seelenloser und leerer Frondeure für das von ihnen proklamierte »Recht der Jugend«, jener Jugend, die als einzigen Wertmaßstab die Zahl der Jahre und als das allein gültige Gesetz ihres Handelns die wilden Ausbrüche ihrer besinnungslosen Kraft und den Krieg, den »Klassen*

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