Jerubbaal
- Journal
- Jerubbaal
- Volume
- 1 (1918-1919)
- Issue
- 4 (7.1918)
- Date
- 1918-07-01
- Page
- Seite 147 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Verständigungskonferenz und zionistische Jugendbewegung, 147 Der zionistische Wortführer: . . . das Entscheidende . . . ist. v daß man sich als ein Glied in der Kette der jüdischen Gesamtheit fühlt/ wer das nicht tut, gehört nicht zu uns, und die Kluft, die uns trennt, wird und muß stets unverändert groß bleiben. . . Der Kampf> den die Jugendorganisationen gegeneinander führen .. ., wird von uns und muß von uns ohne Rücksicht fortgeführt werden. . . Hier ist eine gemeinsame Arbeit nicht mehr möglich. . . Ein Diskussionsredner: . . . Der neutrale Standpunkt ist es natürlich, auf dem wir uns alle einigen können. . . Ein anderer Diskussionsredner: .. . Für mich ist eigentlich mit dem Augenblick, in dem uns gesagt wird: über die Frage der Bekämpfung des Antisemitismus ... ist eine allgemeine Verständigung nicht denkbar, die Verständigungsgemeinschaft gescheitert, denn ich meine, das andere sind — nehmen Sie das Wort nicht übel — alles solche Kleinigkeiten, daß es sich deswegen nicht lohnt, erst zusammenzukommen.....Nachdem mein Herr Vorredner es abgelehnt hat, sich generell auf den Kampf gegen den Antisemitismus und für die Gleichberechtigung der deutschen Juden festzulegen, ist die Sache für uns erledigt,- denn diese Fragen sind nach unserer Ansicht für alle deutschen Juden der Kern^ und Kardinalpunkt, neben dem alles andere verschwindet. . . Ein dritter Diskussionsredner: . . . Aber hier sind ja die Führer, die gereiften Leiter der jüdischen Jugendverbände ver^ sammelt, und diese Führer sollten die Ehrenaufgabe begreifen, gegen die parteiliche Unreife der Jungen anzukämpfen. . . Daß wir allerdings die Zukunft des Judentums von der Abstimmung eines geplanten Jugendtages abhängig machen sollen, ist für mich ein beinahe kömischer Gedanke. Sollen etwa die Unreifen . . . über die Lebensfragen des Judentums abstimmen und Beschlüsse fassen? . . . Abstimmungen und Beschlüsse von Halbreifen und Jugendlichen sind wertlos. . . Ein vierter Diskussionsredner: . . . Ich wenigstens und Namen derjenigen Kreise, die hinter dem Zentralverein stehen, reden zu dürfen — würden es ohne weiteres von vornherein ablehnen, wenn man . . . etwas erreichen wollte, was bereits von der großen Mehrheit der deutschen Judenheit abgelehnt worden ist. . . Es würde weiter nichts besagen, als daß wir in einen Gegensatz zu denjenigen Organisationen und zu denjenigen Menschen treten, welche schließlich vor uns als Vorbilder stehen und an deren Stelle wir einst treten wollen. . . Der Vorsitzende <im Schlußwort): . . . Es wird dafür Sorge getragen werden, daß jedes Wort, das hier heute abend gesprochen ist, in unverfälschter Form der jüdischen Öffentlichkeit . . . unterbreitet wird . . . ist es zu begrüßen, daß . . . die heutigen Verhandlungen stenographisch aufgenommen sind, damit" einmal meine engeren Gesinnungsi d ich glaube auch, im