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Jerubbaal · 1918-07-01 · 4 (7.1918) · p. Seite 144

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jerubbaal
Volume
1 (1918-1919)
Issue
4 (7.1918)
Date
1918-07-01
Page
Seite 144 (sequence 22)
Language
German
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144 Eisig Hillerovicz: Arbeit fürs Volk. sein zur Erreichung ihres Zieles. Das Ziel der Jugend ist das Ziel des Zionismus: Erneuerung des Judentums. Das Ziel der Jugend ist ein unbegrenztes, absolutes, religiöses. Das Zusammenleben der Menschen beurteilt sie nur danach, ob es einen guten Nährboden bildet für dieses Ziel, ob nicht. Die Jugend stellt daher die Förderung an sich selbst, wie an diejenigen, deren Leben der Verwirklichung des Zionismus gewidmet ist, daß der Weg, dfer gewählt wird, durch diese Idee bestimmt wird,- daß es auf allen Etappen der Wanderung als leuchtendes Ziel vor Augen steht, und so wird sie im schärfsten Kampf zu allen denen stehen, die erst das Eine tun wollen und dann das Andere, die aus Rücksicht des Tages Konzessionen machen. Unerbittlich, klar und hart wird sie ihre Stimme erheben, und ihre Aufgabe wird es sein, in diesem Sinne mitzuwirken an dem Aufbau einer sozialen Lebensgemeinschaft in Palästina, von der wir die Verwirklichung des Zionismus erhoffen. Fritz Sternberg. Arbeit fürs Volk. Ich will hier in kurzen Worten meine Gedanken mit euch Brüdern und Schwestern teilen. Sehr oft hören wir von euch, zionistische Jugend, Klagen über die Dunkelheit der jüdischen Masse, die außer der vielen auch den Massen unserer Völker eigenen Schattenseiten überdies auch ihre spezifischen Gplusmängel hat. Ihr müßt mir zugeben, daß die Klagen unberechtigt sind, denn sagt mir, was tun wir Studenten und Schüler, die jüdische intelligente Jugend überhaupt, die Dank besserer Lebensverhältnisse in der Lage ist, die Wohltaten der Wissenschaft und Bildung zu genießen, was tun wir Höherstehenden für unsere armen Brüder und Schwestern? Es kommt zwar nicht selten vor, daß wir, indem wir in Abendkursen für Erwachsene Vorträge abhalten, oder indem wir uns aktiv in der zionistischen Bewegung beteiligen, uns bemühen, den Horizont des Denkens unserer Kameraden, die auf einer niedrigeren Kulturstufe stehen, zu erweitern. Aber das ist noch alles sehr wenig. Bei einigem guten Willen und einem gewissen Verständnis für die Sache könnten wir viel mehr wirken für das Wohl unseres Volkes. Man kann uns einen ernsten Vorwurf machen, daß wir zu wenig demokratisch sind, denn in der Tat, welche Schritte unternehmen wir, um sich der Masse zu nähern und sie zu beeinflußen? Ich denke jetzt an die Arbeiterjugend in den Stätten der jüdischen Massensiedlung in Polen und Galizien. Selten erfreuen wir uns des vollen Vertrauens dieser Jugend und selbst sind wir daran schuld, wenn Leute, die unseren Überzeugungen feindlich gegenüberstehen, die aber mit dem Volke mehr verwachsen sind, einen schädlichen Einfluß für unsere Idee ausüben <Bund>. Das Bedienensich-einer-fremden-Sprache, wenn wir uns unter dem Volke befinden, entfremdet uns demselben. Diesen Vorwurf mache ich hauptsächlich unseren Schwestern, denen Mädchen* vom Volke ganz fremd sind. Es läßt sich dies insbesondere auf der Provinz beobachten, wa ein mehr oder weniger gebildetes Fräulein, die ein nicht ganz einwandfreies Polnisch spricht, sich mit minder gebildeten Mädchen überhaupt nicht einläßt und sie ganz einfach ignoriert. Es kommt dies vom falschen Begriffe, den wir uns. von der

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