Jerubbaal
- Journal
- Jerubbaal
- Volume
- 1 (1918-1919)
- Issue
- 2 (5.1918)
- Date
- 1918-05-01
- Page
- Seite 59 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Adolf Stand: Gedanken über das Judentum. 59 Hoffnung nicht befruchten, denn solange sind wir selber unfruchtbar. Und wir werden Haschern solange nidht wiederfinden, bis uns nicht ein Prophet Hasdiem mit Zijon zubringt. Audi hat, wie ein Kelch ohne Wein, Palästina ohne jüdisches Gottesbewußtsein, also ohne Judentum, keinen Wert für uns.« B. Elijahu Rappeport. <Ein dritter Beitrag folgt.) Gedanken über das Judentum. Mein Volk klage idi an, daß es zahlreichere und tiefer verkommene Elemente hat als die anderen Völker. Die Arier klage idi an, daß eben diese verkommenen Elemente sich ihrer Wertschätzung am meisten erfreuen. * * % Die Antisemiten wollen unseren Tod. Unsere »Führer« wollen unser Dahinsiechen. Wer ist da der größere Feind? * % & Es geht uns immer schlechter. Zuerst entstanden die Antisemiten — sie verfolgten uns. Dann kamen die Philosemiten, sie beschämten uns. •» # « Das Alphabet des Zionismus: Es beginnt mit Ahasver und endet mit Zion. * & m Ob sich die Streber einmal dem Zionismus anschließen werden? Ob es einmal sein wird? Bestimmt ja. y Ob ich es erleben werde? Bestimmt nicht. Ich möcht es auch nicht. # * X und Y: Wenn der Zionismus nicht wäre, müßte man ihn erfinden. X weil er für ihn, Y weil er von ihm leben will. X weil er ihn bekennen, y weil er ihn denunzieren will. & * * Wir sind wie Löwen in der Menagerie. Wir haben das Brüllen, die majestätische Haltung eingebüßt und die weiten Horizonte der Wüste verloren. Eng ist der Raum, dumpf die Atmosphäre. Das Gitter gebietet unseren Bewegungen Halt. Und nicht wir, sondern der Wille des Bändigers herrscht. * $ * '