Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg · 1938-09-01 · 17 (1.9.1938) · p. Seite 258

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
Volume
14 (Ausgabe A) (1938)
Issue
17 (1.9.1938)
Date
1938-09-01
Page
Seite 258 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/10638461-6435885-6435911--422-3770938
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

258 Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband dar Kultusgemeinden in Bayern * Nr. 17 E. dt O. MERZBACHER früher Ritter.v,-Epp-Pl. 6 jetzt: Leopoldstrafje 52J/0 Kein Laden! Entsprechende Preise! M. Schaller & Sohn München, Bayerstraaae 63/65 Schlafzimmer, Kfichen, Wohnzimmer EinzelmSbel, Polstermöbel jeder Art. Aus dem Reiche Rabbinische Lehranstalt „Jeschlwa" (Hoifmann'schen Jeschlwa) _...........Frankfurt am Mala Das Wintersemester an der Rabbinischen Lehranstalt beginnt am Mittwoch, den 26. Oktober (1. Marcheschwan). Anmeldungen für alle vier Abteilungen (Vorbereitungsklasse. Unter-, Mittel- und Oberstufe) werden jetzt schon entgegengenommen. Der Unterricht erstreckt sich auf: Pentateuch mit Kommentaren, biblisches Schrifttum. Mischna. Talmud mit Kommentaren, Decisoreiii Hebr. Grammatik, Neuhebräisch (Lektüre und Konversation), Jüdische Geschichte, Palästinakunde, Englisch. Für den Lehrgang in der Vorbereitungsklasse werden schulentlassene Knaben und Jünglinge aufgenommen, die auch nur geringe Vorkenntnisse' in den jüdischen Fächern besitzen. Anmeldungen mit -*g"enauen Altersdaten und Anfgabe der jüdischen Vorbildung sind möglichst bald, jedoch bis spätestens 9. Oktober an das Kuratorium der Rabhinischen Lehranstalt „Jeschiwä", Frankfurt a. M., Theobald-Christ-StraUe 6, zu richten, welches zu jeder näheren Auskunft gerne bereit ist. Das Kuratorium der Rabbinischen Lehranstalt. Kennzeichnung der Juden durch behördliche Namen Der Inhalt der neuen Verordnung über Änderung der Vornamen der Juden (Reichsgesetzblatt vom 11. August 1938t"RGB ' 1938, Teil I. S. 1044) ist durch Veröffentlichung in der jüdischen Presse bekannt. Danach dürfen Juden deutscher Staatsangehörigkeit nur solche Vornamen beigelegt werden, die in den ministeriellen Richtlinien aufgeführt sind. Soweit Juden andere Vornamen haben, müssen sie ab 1. Januar 1939 zu ihren alten Namen den Vornamen Israel oder Sara annehmen und davon bis 1. Februar 1939 den Standesämtern der Geburts- und Heiratsbeurkundung sowie der zuständigen Ortspolizeibehörde schriftliche Anzeige machen. Die Richtlinien des Ministeriums sind in einem Runderlaß vom l>. August 1938 erschienen; sie enthalten nicht die biblischen Namen wie Abraham, Jakob, Josef, David. Benjamin, Ruth, Eva, Mirjam, so daß weitaus die meisten luden die behördlichen Znsatznaman-J*— rael und Sara führen müssen und sich bei Unterlassung strafbar machen. M. SILBE KT II 41 A CO. N KAUFIN« KESTKASSB 10 Das Haus für hübsche Geschenke DI UhreM Schmuck Silberwaren Kultusgerüte Samt, Seide u, Wolle geschmackvoll, haltbar u. preiswert bei HAI MANN am Schillerdenkmal •Jüdischer Turnu. Sportverein München e. V. „Jhis" CeKblltutelle: PlInnanserstraRe 7f. Telcloi 72(99. Tennltplltie: 73**6. .i Sekretariat: PllafMicrttraB« 7*. Getchiltitelt: 10—13, 15'.': :o Ihr. PlinjanserstraOe 76: Turnhalle. Box-, Judo-, Tischtennis-Säle und Kerelbahn. Es ist nun schon traditionell, daß bei Sportfahrten nach Augsburg der Himmel seine. Schleusen mit aller Macht öffnet. Der „Schnürlregen" am 14. August konnte aber die Abwicklung des sportlichen Programms ebensowenig stören wie die allgemeine Stimmung. Schon am frühen Morgen begannen die Mädels mit Völkerballspielen und mußten mehrfach die Überlegenheit ihrer Augsburger Gegnerinnen anerkennen. Im anschließenden Fußballspiel zeigten unsere Jungens, daß sie trotz mangelndem Platztraining nichts verlernt hatten. In dem schönen, fairen Spiel konnten sie mit 5:2 als Sieger den Platz verlassen. Überraschend kam dann der Erfolg der Faustballer, die, erstmals zusammenspielend, die kampferprobte Mannschaft Augsburgs schlugen und auch das Rücksspiel nur mit einem Punkt Unterschied verloren. Große Anteilnahme und Begeisterung erweckten die Vorführungen und turnerischen Wettkämpfe von Vertretungen beider Vereine, wobei die exakfe'n Übungen der Augsburger Mädels besonders auffielen. Den Höhepunkt stellte zweifellos die Hindernisstaffel dar, dir, wechselnd in ihrem Verlauf, viel zur Erheiterung der Zuschauer, aber auch der Mitwirkenden beitrug. Daß München zum Schluß knapp vorne lag. spielte dabei keine Rolle. Als Abschluß trat unsere Jugend-Handballmannschaft an. In diesem Treffen, das wir mit 9:8 gewinnen konnten, hatte man sich etwas mehr erwartet. Einige gemütliche Stunden verlebten wir noch in der Klubhütte, bis dann viel zu schnell die Zeit der Heimfahrt angebrochen war. Für die Durchführung dieses Tages dankeu wir der P. T. G. Augsburg nochmals aufs Herzlichste und hoffen nur, uns recht bald in München revanchieren zu dürfen. Büchersdiau Haboneh. Sammelschrift des Habonim, anläßlich, seines fünf Jährigen Bestehens. Hechaluz-Verlag. 8°. 111 Seiten. (Berlin 1938.) Die jungen Menschen des zionistischen Jugendibundes „Habonim" erzählen in dieser „Jubiläumsschrift" von ihrem Leben und ihren Gedanken. Da dies in voller Aufrichtigkeit ohne die Fertigkeit der ältere» Generationen, mit guter Haltung und routinierter Rede über Leere. Erfolglosigkeit und Irrtümer hinwegzutäuschen, geschieht, nimmt man viele unausgeglichene und widerspruchsvolle, ja selbstgefällige Urteile mit in Kauf. Die fünf ersten Jahre des Bundes waren mit so großen Schwierigkeiten für diese Jugend angefüllt, daß dagegen alle Bedenken der Älteren über Bildungslücken und freudlosen Realismus zurücktreten und nur das aus Sorge und Achtung gemischte Gefühl der Zuneigung zu diesen Jungen, die gelitten und körperlich schwer gearbeitet haben, übrig bleibt. Den „Habonim" war in der Tat seit dem Bestehen des Bundeskeine Woche ruhiger Entwicklung gegönnt. Die Erziehungsarbeit des Bundes zum Leben der H^j-hs^ara und ,r«m -kibbuzlschen Leben in h^alästina war m jedem Airgenblick von innen und außen bedroht; aber die Arbeit war bahnt redend für den Weg der Jugend aus Deutschland zur entsagungsvollen' Arbeit im Land, dieseinem Aufbau diente. „Die Tatsache, daß der Bund heute nicht in genügendem Maße imstande ist, in der jüdischen .Jugend Begeisterungsfahigkeit zu erwecken, stellt das wesentliche Problem des Habomim in dieser Stunde dar." Diese Stimmen der Jugend sollten von jedem Erwachsenen gelesen werden der heute jüdische Jugenii zu betreuen hat. Was Jehuda Schertok am Schluß in der Glosse „Wie Schleier von den Augen" aus seiner bedrängten Seele in heißer Liebe zu der neuen Heimat und in brennender Sorge um die neu ins Land kommende arbeitende Jugend hinauspreßt. wird man nicht vergessen, und auch die Anklagen von Jaalknw Shimoni sind in ihrem ungepflegten Spracheemeitgsel und Mangel an Binsicht im das Wesen der Sprache und Sprachgemeinschaft von dokumentarischem Wert. F. •C. Scholem: Die Träume des Sabbatlaners R. Mordecha] Aschkenasi. (Bibliothek Schocken, Jerusalem. Studien n. Texte. Bd. I.) 100 Seiten Oktav. Mit zwei Abbildungstafeln. Kart. RM. 5.—. Berlin (Schocken-Verl.) 1938. Mit diesem Buch wird eine neue Serie von hebräischen Publikationen nach Materialien der Bibliothek Schocken eröffnet. Zugrunde liegt eine Handschrift des 17. Jahrhunderts, die von dem Y

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.