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Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg · 1938-09-01 · 17 (1.9.1938) · p. Seite 259

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
Volume
14 (Ausgabe A) (1938)
Issue
17 (1.9.1938)
Date
1938-09-01
Page
Seite 259 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 17 Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern 259 Sabbatianer R. Mordechaj Aschkenasi. einem Schüler des Rabbi Awraham Rovigo, stammt. Sie enthält die Aufzeichnungen Rabbi Mordechajs über die Offenbarungen, die ihm in Träumen geworden sind. Die tagebuchartig geführten Aufzeichnungen sind von Awraham Rovigo in der Handschrift selber glossiert worden. Es handelt sich um eine wichtige Urkunde des sabbatianischen theologischen Denkens, die um so kostbarer ist, als die Zahl der erhaltenen sabbatianischen Schriften nicht groß ist. Scholem bespricht im Hauptteil seiner Schrift die Persönlichkeit des Schreibers, den Inhalt seiner Aufzeichnungen und alle damit verbundenen Probleme, wobei sich wichtige neue Aufschlüsse über die sabbatianische Geheimlehre ergeben, und gibt dann im Anhang zwei Abschnitte aus der Handschrift im Wortlaut wieder. Jamlm Noraim. Arbeltsplan und Stoffsammlung von Bernhard S. Jacobson. Herausgegeben und zu beziehen von der Bundesleitung des Brlt Hanoar schel Zelre Mlsrachi für Deutschland. Berlin W 50, Augsburguer StraBe 6, zum Preise von RM. —.90. Wir verweisen auf diese Broschüre, die steh ah die von der gleichen Stelle seinerzeit veröffentlichte PessaehHBroschüre anschließt und eine ganz vorzügliche Zusammenstellung des Materials bringt, das zur Einführung in den Geist der Feiertage erforderlich ist. Das Heft wird daher sowohl in den Jugendbünden nls auch in den Schulen ganz vorzügliche Dienste leisten können und ist nicht zuletzt dazu angetan, auch dem Erwachsenen, der sich geistig auf die Feiertagszeit vorbereiten möchte, viele Anregungen zu geben. Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums. 82. Jahrgang; Breslau (Stefan Münz Verl.) 1938.*-- Ist der Offenbarungsglaube mit dem heutigen Weltbilde verein-' bar? Einen Beitrag zur Lösung dieser — auch für uns Juden sehr bedeutungsvollen — Frage liefert Hans Joachim Schoeps Im Mai- Heft der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums, indem er die Lehre des Schweizer Philosophen Heinrich Barth eingehend darstellt, -der in Weiterführung der Existenzial-Philosophie den Offenbarungsglauben rechtfertigt und dadurch uns Juden eine positive Haltung zur Offenbarungslehre erleichtert, wie sie zu Beginn der Emanzipationszeit namentlich Steinheim eingenommen hat. Gleichfalls an einen weiten Kreis gebildeter, nicht nur wissenschaftlich interessierter Leser wendet sich der Aufsatz eines Zagreber Naturwissenschaftlers über die Geschichte der Pharmazie bei den Juden, der zum ersten Male die Verdienste, der Juden um dieses Fach zusammenfassend nachweist. "Allgemeine Beachtung verdient auch der Bericht Bernhard Hellers, des zugleich romanistisch und judaistisch geschulten Forschers, über die Stellung bedeutender französischer Denker, wie Pascal und Diderot, zum Judentum an der Hand neuerer Arbeiten. „Palästina in Vergangenheit und Gehen wart" — so ließen sich die Studien überschreiben, welche das Juni-Heft der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums in zwangloser Folge zusammestellt. Es handelt sich dabei z. T. um Fragen, die die Forschung in letzter Zeit stark beschäftigten. So der klar unterrichtende Aufsatz von EI b o g e n über die Funde von Lachisch. Die Lachisch-Briefe hat wieder Dr. Arthur L i I i e n t h a I selbst, der bereits in Heft 3 des Blattes die Gründe geschildert hatte, die mit innerer Zwangsläufigkeit zu dem Zusammenschluß führen mußten. Fragen der Jugend- und Kindererziehung und - b i I d u n g sind mehrere Aufsätze gewidmet. Dr. Fridolin^ riedmann untersucht die Quellen, die uns ..Zur Psychologie der jüdischen Jugend in der gegenwärtigen Situation" zur Verfügung stehen und schildert sehr lebensvoll die Reaktion unserer Jugend auf ihr Erleben. Psychologisch unterbaut ist auch eine Skizze der Montessori-Lehrerin Hilde B i e I s c h o w s k y, die an Beispielen ..Wir lernen spielend Englisch" zeigt, wie man vier- bis achtjährige Kinder vor der Auswanderung sprachlich vorbereiten kann. Aus der Praxis geschöpft und ebenfalls auf Auswanderung ausgerichtet ist ein Beitrag von Heinz Warschauer. Frankfurt a.M., durch den die Aussprache „Zür Gestaltung der jüdischen Gegenwartskunde" abgeschlossen wird, die sich über die Hefte 6 19.17, 1 und 2 1938 hingezogen und recht -fruchtbar gestaltet hat. Erzieherische Gesichtspunkte betont auch Senta Josephthal in ihrer sehr unschematischen Jubiläumsbetrachtung „Hechaluz 1918 und 1938". — Von da aus führt die Brücke zu zwei Aufsätzen aus Palästina, die noch kaum erörterte Fragen behandeln: Dr. W e i n r yb, Jerusalem, untersucht als soziologisches Problem des« Jischuw die Frage des „Beamtentums in Palästina" Frieda Wejji reich. Tel Aviv, die vor ihrer Auswanderung ihr zehnjähriges Jubiläum als Mitarbeiterin der Zen'tralwohlfahrtSjstelle hatte,feiern können, berichtet, zum Teil vergleichend. Uber Eindrücke und Erfahrungen ..Aus der sozialen Arbeit in Palästina". — Ein sehr aktuelles Thema berührt schließlich noch Dr. Willy* Katzenstein, der auf die Frage „Sind jüdische Gruppensiedluhgen möglich? Bedenken in tatsächlicher und soziologischer Hinsicht äußert. — Die Blätter erscheinen zweimonatlich und kosten halbjährlich RM. 3.—. das Einzelheft RM. 1.—. Bestellurl «eil sind an die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland E.V.¬ Berlin-Charlottenburg 2, Kantstraße 158, zu richten. Geschäftliches Herr DIpl.-Ing. M. E. Fulda, Heizüngsanlageh, Nibelungenstr. 14, empfiehlt sich für die Ausführung von Heizungsanlagen aller Systeme, sowie für Reparaturarbeiten. Siehe Inserat! Z Ul MIETEN GESUCHT Zwei schöne möbl. Zimmer in gepflegt. Haushalt mit Heizung. Bad u. Küchenbciiiitzung, von Ehepaar per 1. od. 15. Okt. gesucht. Angebote u. Nr. 9399 an die Anz.-Abt. d. Bl. bekanntlich Prot, lorezynep in einem grouen englischen Werk zu entziffern und zu erklären versucht. Prof. Heinemann schreibtüber das Problem der Makkabäerzeit und wendet sich gegen Bickermann. Wie kam es. daß Antiochos als einziger Herrscher des Altertums den Juden eine fremde Religion aufzwingen wollte? Bickermann hatte die These vorgelegt, Antiochos habe auf Anstiftung von Juden gehandelt, die das Judentum umgestalten wollten; H. lehnt diese These ab und versucht zu zeigen, daß sich der Glaubenszwang vorwiegend aus der Erbitterung des leidenschaftlichen Königs über die Ablehnung des Staatskultes durch die Juden erklärt. S. Krauß bespricht Typen der Städtesiedlung in Palästina zu Ende des Mittelalters, S. Klein berichtet über neuere Arbeiten zur Kunde des Landes und seiner Geschichte. Man abbonniert die „Monatsschrift", indem man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin Wird und den jährlichen Mindestbeitrag von RM. 10.— an die Gesellschaft (Postscheckkonto: Berlin Nr. 7030) sendet. >W Blätter der Relch&vertretung: Jüdische Wohliahrtspflege, VIII. Jahrgang. Berlin (August 1938). Die „Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik" gibt soeben ihr neuestes, besonders vielseitig und anregend gestaltetes Augustheft (Heft 4 des Jahrganges) heraus. Den „R e i c Ii s v e r b a n d der Juden in Deutschland" Iii Form und Sinn behandelt 2 ruhige Damen suchen 2 unmöblierte Zimmer möglichst*Zentrum, per 15. Sept. oder 1. Oktober. Zuschriften U. Nr. 9461 an die Anz.-Abt. d. Bl. Wohnung von kinderlos. Ehepaar gesucht. ' 2-4 Zimmer (evt. Teilwohnung). Zuschriften U. Nr. 9404 an d. Anz.-Abt. d. Bl. Wofin-Tflü scölfllzlfflfflEr Gut möbliertes Zimmer mit Pension f. jüng. Dame, per 1. Okt. gesucht, am liebsten in Arztfamilie. Angebote mit Preisangabe erbeten u. Nr. 153423 an die Anz.-Abt. d. Bl. , Sehr ruhig. Mieter (Ehepaar in. lOjähr. Kind) sucht Wohnung oder Teilwohnung Offerten unter Nr. 9477 an die Anz.-Abt. d. Bl. in gutgepfl. Hause u. schöner Lage, Zentrallizg.. möbl. oder unmöbl., mit Ganaod. Halbpeusion (nicht rituell), von ält. Ehepaar gesucht. Angebote u. Nr. 9393 an die Anz.-Abt. d. Bl. Junges Ehepaar sucht 1 oder 2 hübsch möbl. Zimmer zum 15. Sept. od. 1. Okt. Bavariaviertel bevorzugt. Zuschr. u.Nr. 9484 an Ü. Anz.-Abt. d. 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