Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
- Volume
- 14 (Ausgabe A) (1938)
- Issue
- 17 (1.9.1938)
- Date
- 1938-09-01
- Page
- Seite 257 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/10638461-6435885-6435911--421-3770937- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
^;'"*r^ Nr. 17 Jüdisches Gcmcindeblatt für den Verband der Kultusßemeindcn in Bayern 257 BAMBERGER&HERTZ DIE ZUVERLÄSSIGEN KLEIDERFACHLEUTE Aus der Gemeinde München Der Auswanderer Im Hilfsverein -Der Hilisverein der Juden in Deutschland (Berlin W 35. Ludendorffstraße 20) gibt ein neues beherzigenswertes Merkblatt für Besucher heraus. Bei dem großen Andrang empfiehlt sich für den Ratsuchenden eine gute Vorbereitung vor der Beratung durch . genaue Lektüre der Hefte des Hilfsvereins „Jüdische Auswande- V^rung" und der Merkblätter. Ferner ist vor dem Besuch der Sprechstunde der gelbe Fragebogen, den man. bei der ersten Anmeldung in Empfang nimmt, mit Schreibmaschine in zweifacher Ausferti- » Kung genau, also auch besonders der Fragen nach den ausländischen Verwandten mit den präzisen Adressen, auszufüllen. Man muß sich also alle Angaben vor der Beratung verschaffen. . Absolut wahrheitsgemäße Angaben b e i der Beratung (besonders - über Beruf und Vermögensverhältnisse) ist selbstverständlich. Wer anders verfährt, zieht sich selbst den größten Schaden zu. Der Hilfsverein empfiehlt immer wieder Sprachenlernen; ohne Spra- ' chenkenntnisse gibt es kein Vorwärtskommen im Einw^nderungs- -Und,----- Wizo, Frauenarbeltsgemelnschaft für Palästina, Zweigstelle München, LessIngstraBe 6 Vortrags-Zyklus: „Entstehung und Geschichte des Palästina-Aufbaus." Das erste Referat („Erst Anfänge", Redner Max Weiner) hat bereits stattgefunden. Zweites Referat: „Das Nationalheim auf" politischrechtlich er Grundlage — Neuer Star t." \ Aus-dem Inhalt: Der politische Kampf Dr. Weizmanns — Balfour- Deklaration — Versailles — Das Völkerbundsmandat — Der Streit mit den Amerikanern — Gründung des Hechaluz und III. Alijah — Unruhen 1920/21 — Trumpeldnrs Tod — Das ruiirrliill^JusJWeUU A _ Zionistischer Ortsverband X7Z° München V Getchlftutelle Sd>losser*tr«$e 2 * Hebräische Sprachkurse München Der Unterricht beginnt am 1. September. Es werden zwei neue Kurse eingeführt: v Anfängerkurs für Teilnehmer mit und ohne Schreibe- und Lesekenntnisse. Intensivkurs für Teilnehmer, die ihre Kenntnisse innerhalb kurzer Zeit wesentlich vergrößern wollen. Neben, den allgemeinen sprachlichen Fächern, werden auch kurze Überblicke über die Palästinakunde, Jüdische und Zionistische Geschichte (alle in leicht verständlichem Hebräisch und mit den erforderlichen Erklärungen) gegeben. Der Unterricht.wird dreimal wöchentlich je zwei Stunden erteilt. Die Dauer des ganzen Kurses beträgt drei Monate. Die Teilnehmer des Anfänger-Kurses in Hebräisch treffen sich am .Montag, den 5. September, 18 Uhr, Herzog-Rudolf- Straße 1, zur Kursbesprechung. Chug-Jwrl Der kommende Chug findet am Samstag, den 10. September, 1 'nachmittags 5 Uhr, Herzog-Rudolf-Straße 1/1, statt. Thema: buch — Neue Kolonisation Im Emek — Die IV. Alijah — Aufschwung und wirtschaftliche Krise — Unruhen 1929 — Gründung der Jewish Agency. Redner: D i p I.-1 n g. Traubner. Der Vortrag findet am Dienstag, den 6. September, 20.30 Uhr im Sitzungs-Saal, Herzog- Max-Straße 7, statt. Nähkurs des Jüdischen Frauenbunds ]'V"iaa '"iayn owan Sy navm p Bericht über die hebräische Konferenz in Berlin. Arabischer Anfängerkurs? Anfang September beginnt ein Anfängerkurs für Arabisch. Anmeldungen zu den Kursen beim Büro, Schlosserstraße 2/1, Telefon 53 0 52. Mittwoch, den 7. September, 20.30 Uhr, Herzog-Max-Straße 7: „Aufbau", Gesprochene Zeitung des- ZOV München, Wirtschaitsblatt: „Wirtschaft und Einwanderung in Palästina". h—-Harry Philipps: Kapitalisteneinwanderung vund Palästina- Wirtschaft.* (Probleme der Handelspolitik, Industrie und Finanzwesen, Investierungsmöglichkeiten.) 2. Max Weiner: Zitrussaison 1937/38, Landwirtschaft und Milchwirtschaft, die Lage auf dem Arbeitsmarkt, Arbeitsbeschaffung und Einwanderungspolitik. Bezugsgebühr 25 Pfennig. Gäste willkommen! Infolge starker Nachfrage hat unser Nähkurs am 29. August wieder begonnen. E^ findet jeweils Montag und Mittwoch von -jA bis Uhr, Klenzestraße 4/0, statt. Anmeldungen in beschränkter .Zahl können noch entgegengenommen werden unter Tel. 4 11180. Der Kurs läuft einstweilen bis zu den Feiertagen. Am bayerischen Gemeinden Abschiedsfeier Am 24. Juli fand in der Synagoge zu Erlangen 'die Absehiedsfeier für Herrn Lehrer Justin Frankel statt. Herr Frankel schied aus dem Dienst der Gemeinde, um nach den'Vereinigten Staaten in Nordamerika auszuwandern. In Anwesenheit der Gesanitgcmeinde fand im Rahmen des feierlichen Sabbatgottesdienstes die Verlesung und Ubergabe der ehrenvollen Urkunde durch den Gemeindevorsitzenden, Herrn Siegmund Aufseeser, statt, durch die Herrn Fräukel hohe Anerkennung und herzlicher Dank ausgesprochen wurden für alle Dienste, die er der Gemeinde innerhalb des vielseitigen Pflichtenkreises seines Amtes geleistet hat. Herr Sally Cohn ergriff dann das Wort als Vorstandsmitglied, um im Name:i der Gemeinde und des engeren Freundeskreises und ihrer Familien herzliche Dankes- und Abschiedsworte an den Scheidenden zu richten. Herr Frankel dankte für alle Ehrungen und für die allgemeine Anteilnahme mit tief empfundenen Worten. Binswangen. Einen schmerzlichen Verlust erlitt unsere kleine Gemeinde durch den Heimgang des Herrn Leopold Gradmann. In selbstloser Hingabe stand er der Gemeinde im Sinne des traditionellen Judentums vor. Zwei Jahrzehnte wirkte er in gleicher Pflichttreue ehrenamtlich als Vorbeter und erhob die Gemeinde dürch seinen schönen Gesang zur Andacht. Eine zahlreiche Beteiligung hiesiger und auswärtiger Genieindekinder bekundete die ■Verehrung, welche sich der Heimgegangene durch sein trommes, segensreiches Wirken erworben hat. Dies kam auch in den Nachrufen-am Grabe-itt den Reden, des Moriu Neuburger, Lehrer in Philippsburg und Max Ncuburger, hier, zum Ausdruck. Dem Verewigten ist es zu danken, daß sich die Pforten unseres schöneil Gotteshauses nicht schon längst geschlossen haben. Fr ruhe in Frieden! MAGISTER KIRSCH dar gute Likör, Magister München VII Stadtfiliale Hochbrücken st r. 14, Ecke Herrn str.