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Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg · 1938-08-01 · 15 (1.8.1938) · p. Seite 224

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
Volume
14 (Ausgabe A) (1938)
Issue
15 (1.8.1938)
Date
1938-08-01
Page
Seite 224 (sequence 2)
Language
German
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224 Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern Nr. 15 Der hebräische Brief der Münchener Juden vom Jahre 1381 an die Sfrafjburger Juden Die uns '* erhaltene kulturhistorisch wichtigste mittelalterliche ben des bayerischen Herzogs Stephan III. imd der Münchener Originalurkunde einer jüdischen Gemeinde im abendländischen Bürgerschaft. Der hebräische Brief ist in der Tat eine einzigartige Kulturkreis Uber eine nicht religiöse Angelegenheit ist der seit Ausnahnieerscheinung des im übrigen verlorengegangenen Schrift- 1892 bekannte Brief der Münchener Judenschaft von 1381 an die Verkehrs mittelalterlicher Judengemeinden über nicht religiöse Strassburger Juden. Das Dokument ist bisher weder für die Angelegenheiten; er ist dementsprechend! zuletzt in der umfang- Ge$chichte der Juden im Mittelalter noch für die spezielle Orts- --reichen Darstellung von Fridolin Solleder „München im Mittelgeschichte der Juden in München bis zu ihrer Vertreibung im alter (München 1938) \<m der wirtschaits«eschichtlichen Seite Jahre 1-142 ausgewertet worden. Schon der sehr deutliche Bericht her eingehend behandelt worden. Das». Schreiben bietet jedoch über die Neuerrichtung einer Synagoge und eines „Hekdesch" bei weitem mehr als nur Interesse für das Thema ..Die Juden und (eines Hospitals) für die damals in Ruhe lebende Münchener das Wirtschaftsleben". Wie das mittelalterliche München an und .ludengeineinde nach den furchtbaren Schicksalsschlägen von für sich in der Geschichsforschun« über das alte Städtewesen 13-19 im Gefolge des schwarzen Todes hätte eine sehr sorgfältige gegenüber anderen Orten, und Landschaften bisher merklich zu- Untersucliung und Interpretation jenes Schreibens' gefordert. rückgetreten ist. so wurde auch die Geschichte der Juden in Mtin- Das ist aber, nach der unbeachtet gebliebenen ersten Veröffentchen im Hoch- und Spätmittelalter (im Gegensatz etwa zu den lichung ..Aus Strassburger Judenakten" durch Harry Bressrheinischen Städten) immer wieder mach den gleichen scheinbar lau (in der Geiger'schen Zeitschrift für die Geschichte der Juden gerinKfi)gigen_SPuren ohne Individualisierung nur kurz gestreift ii: Deutschland: Bd. V. Jahrgang 1892. S. 115—125) auch dann und für wenig ergiebig gehalten. In Wirklichkeit lehren gerade nicht nachgeholt worden, als sieben Jahre darauf im Jahr 1899 die besonders interessanten, wenn auch nicht unanfechtbaren, im 6. Band des Urkundenbuchs der Stadt Strassburg (Politische aus archivalischen Original-Urkunden geschöpften Judenkapitel Urkunden von 1381—1400. bearbeitet von Johannes Fritz; Strassbei Soileder (Die herzogliche Judenschaft — Steuerfreiheiten der biirg.bei Trübner 1899) die vier mit der Affäre des Juden Isaak luden""— Stellung der Juden im städtischen Kreditverkehr — Die hu-Zarfati aus München zusammenhängenden Briefe von 1381 Judenverfolgungen von 1285 und 1349 — Juidenaustreibung 1442), nochmals (in deir Nummern 34. 41, 42 und 46) in einem authendaß das Material unterschätzt wunde und auch die schon bekarontischen Text abgedruckt waren. > ten Dokumente bisher nicht genügend ausgewertet worden sind. Der vollständig erhaltene hebräische Brief der Münchener Ju- Die Behandlung, des gesamten von Solleder gebotenen archivadenschaft nach Strassburg ist im Strassburger Stadt-Archiv von lischen Stoffes soll bei einer späteren Gelegenheit erfolgen. Im Professor Bresslau 189? gefunden worden. Die sieben Unterschrif- Folgenden drucken wir vorläufig nur jenen alten, 1892 und 1899 ten der Münchener luden die unter dem Brief stehen, sind jede publizierten hebräischen Brief im Wortlaut hier ab und fohjen von anderer Hand und Tinte hinzugefügt, also offenbar eigenhäneinstweilen im Wesentlichen der Ubersetzung in der Fassung, wie dig. Das Schriftstück — ohne Siegel und sonstige Beglaubigung — sie seiner Zeit bei Auffindung des Briefes vor fast 50 Jahren ist in deutlicher hebräischer Kursivschrift geschrieben; seine Davon dem damaligen Strassburger Bibliothekar Samuel Lantierung Ende Oktober 1381 ergibt sich unmittelbar aus den beiden datier ziemlich freN und ohne Auflösung der schwersten Stellen in der gleichen Sache an den Strassburger Rat gerichteten Schreigegeben wurde. Der Originaltext lautet: - ■ - _> \ 'möspa "xnpj.n 'Wtmii "Txon ~ib" 'ppinh "anjno.n px wpb '»yrtio noo 'Oinn unj 4 , unnx nbvw ''ynio U'an: >xin n7\ b'jhv «Vt^i *1HV uxtr pnistpinuts» 'affine pns' e»xn mix hum?ys yn *nmw )b yx\yynv?2i «Ja uub hm »pro Dünn __.__■._vrv Tnao »3 u»jq parnia nxo wynnjp ats'n Dnyn< 'a uoyi ioy ms-nm nta m "any 'xnts» b:v cym< anxi irnTva ~zb 3Xts> *b y-ut? ny lrtaysa ioy 'y>*f v ynn n;x 'ymx ntrxai mzvb wnn 'Pib naxn n by mioaoa mnxj #,ann #iya p? umnetpa rnbö biv haoh inoai xtrea udo nnx: u'atpino n>n cxn ini« u1? enpn nupri nejan rva pua nua1? ira^a nby yts'ptrnai wbvi irmtpai 'Timai . d'bisi p'Jtr vhv ncryo *sn 'pb nnoa nbsps mon onnai yox ntrpa ueitrm ntryjn npap notra hnnj "ma itsnna tpnn »tö '»naun 'T by 's^pa Dnix-ryioxh ntjiiB -iit? 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