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Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg · 1938-07-15 · 14 (15.7.1938) · p. Seite 213

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
Volume
14 (Ausgabe A) (1938)
Issue
14 (15.7.1938)
Date
1938-07-15
Page
Seite 213 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 14 Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern O) ö von dem sie sogar etwas zurücklegen kann. Die Position von Frl. Dr. Horn bietet freilich keine Garantie für die Zukunft; denn der Vertrag mit dem australischen Hospital läuft jeweils nur auf ein Jahr. Wie häufig er verlängert wird, ist ungewiß. Für welche unserer Auswanderer ist aber die Frage nach der Zukunft geklärt? All unsere Menschen, die in der Ferne ein neues Leben beginnen, müssen täglich den Kampf um die Existenz aufs neue aufnehmen. Rückschläge und Enttäuschungen bleiben dabei nicht aus. Aber die Fragebogen des Hilfsvereins zeigen, daß unsere Menschen den Willen haben, das Schicksal zu meistern, daß sie eine Einsatzbereitschaft besitzen, die auch durch Mißerfolge nicht erschüttert wird. Aus der Gemeinde München . A17Q Zionistischer Ortsverband X X M München V Geichtfillielle Schlotier«trafje 2 ie Tagung des Zionistischen Gruppenverbandes für Bayern findet am Sonntag, den 17. Juli, im Sitzungssaal, Herzog-Max- Straße 7, statt. Beginn 10 Uhr. Referat: RA. Benno Cohn. Berlin, Vorsitzender der ZVf.D. Querschnitt durch die jüdische und zionistische Situation. . Die Aussprache wird Dr. Josef Weiß, Berlin, Leiter des deutschen KKL eröffnen. Am Nachmittag findet eine Arbeitssitzung der Vorsitzenden und Vertrauensleute statt (Leitung: Dr. Josef Weiß) und anschließend die Schlußsitzung. — Die Tagung wird voraussichtlich gegen 19 Uhr beendet sein. 14.30 bis 16 Uhr: Sonderbesprechung über die zionistische Arbeit in Nürnberg. — 16 Uhr: Sitzung der Vertrauensleute der Z.V.f.D. und des K.K.L.: a) Arbeitsbericht des letzten Halbjahres — Max Weiner; b) interne Referate über die Lage der Palästina-Politik und die Arbeit des ,K.K.L. — Rechtsanwalt Benno Cohn und Dr. Josef Weiß. Montag, den 18. Juli, 20.30 Uhr, im Sitzungssaal Herzog-Max- Straße 7: Gedenkfeier anläßlich des 34. Todestages von Theodor Herzl und des 4. Todestages von Chaim Nachman Bialik. Gedenkrede Dr. Alfred Perlmutter. El male rachamim — Sigmund Margulies, Arnim Klein. Gäste herzlich willkommen. Fahrräder für das Lehrlingsheim erbeten Für unser Lehrlingsheim, Hohenzollernstr. 4, Tel. 35127, benötigen wir dringend einige Fahrräder (gebraucht aber noch verwendungsfähig). Für freundliche Spenden wären wir sehr dankbar. \ Staatszionistische Organisation München Reichenbachstraße 27/1 r. J Theodor Herzl und seine Bedeutung für das jüdische Volk Aus Anlaß der Wiederkehr des Todestages Theodor Herzls spricht Montag, den 18. Juli, abends 20.30 Uhr, im Nebenraum der Gaststätte Müllerbad, Hans- Sa c h s - St r a ß e, der Vorsitzende des Ortsverbandes München Herr Dr. Julius Baer. vor den Mitgliedern der Staatszionistischen Organisation und den Eltern der Betarim und Betarioth über Theodor Herzl. Wir ersuchen um zahlreiches Erscheinen. Besondere Einladungen ergehen noch. 1 Jahresgedenkfeier für Rabbiner Dr. Max Freudenthal S.A. Am 11. Juli fand auf dem Alten Jüdischen Friedhof in München eine schlichte Gedenkstunde und die Grabsteinweihe für den vor einem Jahr verstorbenen Rabbiner Dr. Max Freudenthal statt. Es sprachen K.-R. Rosenzweig als 1. Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg. Dr. Neumeyer für den Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden und für die Kultusgemeinde München; zuletzt Rabbiner Dr. Heilbronn (Nürnberg), der für die Teilnehmer tief ergreifende Worte für den entschlafenen Amtsgenössen fand. Die drei Redner zeichneten die über- M.Sclialler «fe Sohn Machen, B»yeratrsaae 63/05 Schlafzimmer, Küchen, Wohnzimmer Einzelmöbel,' Polstermöbel jeder Art. 213 SchOne gediegene tweckenttprechende Ln;,^COUCHES | JTÄMÖBEL Leo Sdmeider. Nürnberg £&"4.Tfiäfcü ragende Gestalt des warmherzigen Menschen, des begnadeten Redners, des großen Gelehrten und des geliebten Seelsorgers. Herr Rabbiner Dr. B a e r w a 1 d ließ die Stunde, die mit einem gemeinsam gesprochenen Kaddisch schloß, ergreifend in das El-Mole- Rachamjm ausklingen. — Der schöne und würdige Grabstein wurde von der dankbaren Gemeinde Nürnberg gestiftet. Aus der Gemeinde Bamberg Zionistischer Ortsverband. Am 4. Juli sprach Herr Max Weiner über Bedingungen und Möglichkeiten jüdischer Wanderung und jüdischer Siedlung. Seine interessanten Ausführungen wurden mit großem Beifall aufgenommen. Die Hatikwah beschloß den Abend. Fritz Stein gedachte der Opfer in Palästina. Aus bayerischen Gemeinden Trauerleier für Rabbiner Salomon Stein s. A. in Schwein!urt. Am 26. Juni 1938 fand in der Synagoge zu Schweinfi|rt eine Trauerfeier für den in diesen Tagen verstorbenen früheren Bezirksrabbiner Dr. Salomon Stein statt. Sämtliche Gemeinden des Rabbinatsbezirkes hatten Vertreter entsandt, auch die benachbarten Rabbiner waren als Ehrengäste erschienen. Denn Rabbiner Dr. Stein war die Verkörperung der Gemeinde und des Rabbinatsbezirkes, wirkte er doch unermüdlich hier fast 44 Jahre. Die hohen Eigenschaften des Entschlafenen sind in dem Nachruf des Verbandes in dervorigen Nummer gewürdigt worden. Die Trauerfeier gestaltete sich zu einer unvergeßlichen Ehrung für den verdienten Verklärten. Den Gefühlen, die alle beseelten, gab der Bezirksrabbiner Dr. Köhler beredten Ausdruck, indem er die Persönlichkeit des Verewigten mit der aufrechten Palnie verglich, die ohne Krümmung war. Auch der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Schweinfurt, Herr Amtsgerichtsrat Dr. Frank, schloß sich den Gefühlen der Trauer und des Schmerzes um den lieben Entschlafenen mit wirkungsvollen Worten an. Jm Auftragedes benachbarten RabblnatsfiezirKes Burgpreppach, dei\ Dr. Stein vertretungsweise zeitweise verwaltet hatte, sprach Herr Bezirksrabbiner Saul Mnnk. Der Synagogenchor Schweinfurt unter der Stabführung des Herrn Lehrer Berlinger gab der Feier einen würdigen und eindrucksvollen Rahmen. Wie im ganzen Judentum wird Bezirksrabbiner Dr. Stein besonders in seiner Gemeinde und seinem Bezirke fortleben als eine einmalige seltene Persönlichkeit, als der wahre Seelsorger und Menschenfreund, als das Vorbild und Beispiel des Rabbiners. Aus dem Reiche Feiertage auf hoher See Die „Religiöse Auswanderer-Betreuung Agudas Jisroel Berlin", Berlin N 24. JohannisstraUe 8,.schreibt uns: Um zeitig Vorsorge zu treffen, daß die Auswanderer, die während der kommenden Herbstfeiertage — Rosch Haschanali. Jörn Kippur und Sukkoth — sich auf der Fährt befinden, in die Lage versetzt werden, diese Tage würdig zu begehen, bedürfen wir einer sofortigen Ubersicht des-in Frage körnenden Personenkreises. Wir bitten deshalb alle in Frage kommenden Auswanderer um sofortige Angabe ihrer Anschrift, Tag der Abfahrt und des zu benutzenden Schiffes. - _;—--Gewerbe-Verbote. Durch eine Novelle zur Reichsgewerbeordmmg wird Juden und jüdischen Unternehmungen mit eigener Rechtspersönlichkeit der Betrieb folgender Gewerbe untersagt: Bewachungsgewerbe, gewerbsmäßige Auskunftserteilung über Vermögensverhältnisse oder persönliche Angelegenheiten, der Handel mit Grundstücken, die Geschäfte gewerbsmäßiger Vermittlungsagenten für Imniobiliarverträge und Darlehen, sowie das Gewerbe der Haus- und Grund- Stücksverwalter, die gewerbsmäßige Heiratsvermittlung (ausgenommen die Vermittlung von Ehen .zwischen Juden oder zwischen ILovlngor Zigarren daben inre Stammkunden! S.LEVINGER, Bayersir 21 Im Ho»«f Rh*!n1s<Ur KW , G«gr. 1886 F.rn.pr.cUr 54897

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