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Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg · 1938-06-15 · 12 (15.6.1938) · p. Seite 184

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
Volume
14 (Ausgabe A) (1938)
Issue
12 (15.6.1938)
Date
1938-06-15
Page
Seite 184 (sequence 6)
Language
German
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184 Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern Nf.12 Alle Artikel des täglichen Bedarfs gut und billig Umfelder Cmbt-^ mSmtt», Im »ortntaf Kreisen Deutschlands. Wir werden die Erinnerung an diese ungetrübt schönen frohen Stunden immer bewahren, um so mehr, als uns unsere Stuttgarter und Frankfurter Quartiergeber In nicht zu überbietender Gastfreundschaft aufnahmen. - G. J. Das sportliche Geschehnis Unsere Handballdamen, durch Ersatz wesentlich geeshwächt, \crloren gegen die hauptsächlich aus Schülerinnen der Sportschule /.usa-minengestellte Mannschaft des Schild mit 3:5. Eine Klasse für lieh war Ruth Gustein. die auch unsere drei Torerfolge erzielte. Hei den Herren gibt das Resultat von 9:6 für München den Spielverlauf niclit rieht!« wieder. Unsere Überlegenheit war eine wesentlich größere und nur dem Schusspech und einer Verletzung des Torwarts hatten die Stuttgarter es zu verdanlken. daß sie nur so knapp-verloren. Im Fußballspiel «exen die Hakoah war unsere Mannschaft drei V iertel der Spielzeit überlegen, verlor aber doch mit 3:1. Mangelnde Durchschlagskraft der Stürmer, hervorragendes Abwehr- M'iel von Walter Hersch und glänzende Torwartleistungen Schatteilfelds vereitelten immer wieder Erfolge. In Frankfurt zeigten alle unsere Mannschaften, trotzdem >vir durch Verletzungen sehr stark gehandicapt waren, wesentlich verbesserte Leistungen.^ Im Spiel der Handballer gegen den Makkabi-Mcister Bar Kochba 'lief unsere Elf zu einer Form auf. wie wir sie seit langer Zeit nicht mehr beobachten konnten.Wir sahen ein Treffen, so recht geeignet der Propaganda des Handballspiels, herrlichste Leistungen auf beiden Seiten und fabelhafte Fairnis. Das Frankfurter- Publikum, verwöhnt durch ständige und interessante Spiele, jubelte, unseren Leuten, nach Spielschluß zu. Das Ergebnis 7:5 für Frankfurt ist ganz besonders ehrenvoll, sind unsere Gegner doch gewöhnt, zweistellige Siege mit ebensolchen Tordifferenzen zu erzielen. Unsere Mädels hatten in der B.-K.-Mannschaft einen Wiedersacher, der sicher spielstarker, als der Stuttgarter war. Daß wir trotzdem mit 3:2 gewannen, verdanlken wir dem allgemein! gesteigerten Können, dem hervorragenden Spiel von Perles. Gusstein i'ird Fleischmann, die uns in Stuttgart so sehr gefehlt hatte. Was außerdem unser Torwart Lisa Schwarzhaupt hielt, war ganz große -Masse. Zum guten Schluß spielten die Fußballer gegen die Meistertnann- Abteilungsarztes".* Herrn Dr. M. Schülern, eine 'Umfangreiche und* gründliche Ausbildung. Sowohl in der Anatomie, -wie auch in der Verbandstehre konnten steh alle Teilnehmer wertvolle Kenntnisse erwerben, die wohl mancher auch noch im späteren Leben gebrauchen können wird. Auch einige äußerst lehrreiche Spezialvorträge von Herrn Dr. Katzenstein und Herrn Rosenthal wurden von allen Mitgliedern der Albteilung dankbar aufgenommen. Den Abschluß des Kurses bildete eine umfassende Prüfung, die von Herrn Dr. Schülerin und dem" Abteilungsleiter vorgenommen wurde. Es zeigte sich dabei als erfreuliche Tatsache ein äußerst zufriedenstellendes Wissen und Können aller Teilnehmer, die nunmehr lauf Grund ihrer Leistungen als aktive Helfer und Helferinnen in den Unfalldienst aufgenommen wurden. Nicht zuletzt sei bei dieser Gelegenheit die vorbildliche Disziplin und Kameradschaft der ge- . samten Abteilung hervorgehoben. Während der Sommermonate findet heuer erstmalig ein Fortbildungskurs statt, für den sich Herr Dr. Schillern wiederum in liebenswürdiger Weise zur Verfügutfg stellte,-Es wiird außerdem schon jetzt darauf hingewiesen, daß im Herbst wieder ein Ausbildungskurs für Anfänger beginnt, zu dem 'sämtlichen .Itusmitgliedern die unentgeltliche Teilnahme möglich ist. Büdierschau Ludwig Basnlzkl, Entstehung und Aufbau des jüdischen Kalenders. 8".. 64 Seiten und 5 Abbild. Kart. RM. 1.75. Frankfurt a. M. (J. Kauffmann) 1938. Vor einem Jahr hielt Prof. Basnizki (Hetdelberg) auf Einladung des Lehrhauses in München einen Lichtbildvortrag über den jüdischen Kalender. Wir haben jetzt die Freude, aus seiner Feder eine gemeinverständliche Darstellung des nicht leichten Stoffes vor uns zu haben. Der erste Abschnitt ist der Entstehung und Feststellung des Kalenders im antiken Judentum gewidmet; das nächste Kapitel behandelt die exakten Grundlagen der Mondjahrberechnung. Die astronomischen Leistungen der Alten waren auf diesem Gebiet staunenswert. Die Verteilung des Mondjahres auf 12 Monate im Vergleich mit dem Sonnenjahr mit seiner Scrjaltordnuug (julianischer und gregorianischer Kalender) ist der Stoff Her beiden nächsten Teile des Büchleins. Die Schaltordnung im jüdischen Jahr zum Zwecke des regelmäßigen Zusammentreffens der Kalenderdaten mit den immergleichen Jahreszeiten (235 jüdische Mondmbnate 19 Sonnenjahre) ist ein Kunststück und das schwierigste; Kapitel im jüdischen Kalenderwesen. Dazu kommen die ,',Vertagungen" (Dechijoth), damit Rosch haschanah nie am 1„ 4. oder 6. Wochentag beginnen, also der l.Tag nie auf einen Sonntag, Mittwoch oder Freitag fallen kann (wegen des Jom-Kippur), ferner die ..Jahrestypen", kurz das astronomisch-mathematische Kunstwerk des auf feinsten Regeln aufgebauten jüdischen Jahres. Alle diese Themen versteht Basnizki kar und pädagogisch zu beprechen. Ein Wegweiser durch den „Luach", ein Bücherverzeichnis und ein Anhang für den Rechenunterricht an jüdischen Schulen vervollständigen die wöhlgelungene Veröffentlichung, die in die Hand jedes Lehrers gehört. Denn für unsere jüdischen Schulen aller Gattungen bildet der Kalender ein wichtiges Wissensgebiet, das gleichzeitig den Religions-, Geschichts- und Rechenunterricht angeht. Ellas Auerbach: Wüste und Gelobtes Land. Band I: Geschichte Israels von den Anfängen bis zum Tode Salomos. Zweite Auflage. 288 Seiten in Lexikonformat mit 17 Bildtafeln und einer vielfarbigen Kartenbeigabe. Leinen RM. 10.—. Berlin (Schocken-Verlag) 1938. Der seit längerer Zeit vergriffene, viel umstrittene, erste Band von Auerbachs Werk, das sich als die lebendigste jüdische Geschichte der biblischen Zeit bereits seinen festen Platz in der schalt Auch hier Hatten wir mehr vom >piellverlauif. doch wieder standen uns in Girguski und Fries blendende Abwehrspieler gegenüber. L. F. Unfalldienst Ufr diesjährige Ausbildimgskurs für erste Hilfe bei Unfällen und plötzlichen Erkrankungen ging vor kurzem zu Ende. Während der halbjährigen Kursdauer erhielt eine stattliche Anzahl unserer Vercin'smitglieder unter der bewährten Leitung des verdienstvollen I Levinger Zigarren Ihaben ihr« Stammkunden! S. LEVINGER, Bayerstr. 21 Im Höfel Rheinischer Hol Gegr. 1886 Fernipretlier 54897 Literatur erobert hat. erseneint nunmehr in einer zweiten Autlage, deren Text vom Autor neu durchgesehen ist. Die Bedenken, die_ mau gegen das Werk erhoben hat. -müssen ebenso wie seine Vorzüge, hier nicht wiederholt werden. Im Aufbau und in der Darstellung im großen ist nichts geändert worden; im einzelnen sind überall- Verbesserunigen eingefügt worden, wo es die fortschreitende Erkenntnis verlangte oder eine sachliche Kritik es erzwang. Im Hinblick auf den Angriff, der in letzter Zeit gegen Auerbachs Werk vorgebracht worden ist. entnehmen wir dem Vorwort des Autors zu> dieser zweiten Auflage die folgenden Sätze: „Wer ein Buch über alt-israelitische Geschichte schreibt, muß darauf gefaßt sein, von vielen Seiten her heftigen Widerspruch zu erfahren: zu viele festgefügte religiöse und traditionelle Vorurteile stehen hier einer unbefangenen Auffassung entgegen. Von dem vorliegenden Buche darf gesagt werden, daß seine Anschauungen vielfach be- (Schluß auf Seite 187)

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