Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
- Volume
- 14 (Ausgabe A) (1938)
- Issue
- 5 (1.3.1938)
- Date
- 1938-03-01
- Page
- Seite 66 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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66 Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern Nr. 5 Verband bayer. isr. Gemeinden Technische Abendkurse für Aaswanderer (Erwachsenen-Berufsumstellung) Bei genügender Beteiligung ist in Aussicht genommen, in den Lehrwerkstätten des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden. München. Biederstein 7. technische AusDiJduncskurse für'Auswanderer, durchzuführen. Es kum* men in Betracht nur Erwachsene, die entschlossen sind, sich auf einen technischem Spezialberuf umzustellen. Zunächst ist als Ausbildung der Beruf des Schweißers vorgesehen, und zwar soll ein Autogen-Scbweißkurs und ein Elektro-Schwelßkurs eingerichtet werden. Als Ergänzung zu diesen Aufgaben sind die hiezu notwendigen Vorarbeitstechniken (einfachste Schraubstock- und Schmiedearbeiten. Zurichten der Schweißteile) vorgesehen. Die Kurse sollen jeweils an vier Wochentagen (Montag * mit Donnerstag) in der Zeit von 17—22 Uhr stattfinden; Kursdauer etwa fünf Monate. Eine fachkundliche Unterweisung in den einschlägigen Gebieten ist vorgesehen. Schriftliche Anmeldungen an Dipl.-lug. Rosenthal, Lehrwerstätten des V. B. J. G. München 23. Biederstein 7. Der Zeltpunkt einer Vorbesprechung wird den Interessenten brieflich bekanntgegeben, deswegen wird gebeten, von Einzelbesprechungen abzusehen. Lehrhaus Aus der Vortragsreihe „Vier Fragen jüdischer Existenz heute": muß der für 12. März angekündigte Schlußvortra« von Herrn Dr. Lesohnitzer „Eltern und Schule" ausfallen. Lichtbildervortrag am 12. März Am Samstag, den 12. März, wird Herr Dr. Alfred Heller eine Reihe von ausgewählten Lichtbildern von einer Palästinareise 1937 vorführen und erläutern. Die teilweise farbigen Fotos werden das ganze Land (Landschaft— Siedelungen-Städte — Schulen — Bevfilkenings- und Aus der Gemeinde München Lehranstalt für jüdische Schüler und Schülerinnen Auf die in der heutigen Nummer enthaltene Ankündigung über eine zu errichtende höhere Lehranstalt für jüdische Schüler und Schülerinnen wird besonders aufmerksam gemacht Die Anstalt soll einer staatlichen Oberschule entsprechenwi£ sie duirch Reichsgesetz au Haupttorm der höheren Lehranstalt bestimmt worden ist. Eine jüdische höhere Schule ist in der Lage ihren Lehrplan ganz in n>n Dienst dar Anfftarvan an Stallau in irliip untere falBBM Mep- Beruistypen) im Quer- und Durchschnitt zeigen, so daß auf diese Welse ein unmittelbarer Eindruck vom Heiligen Land vermittelt wird, als es das Wort vermag. ' Die Lichtbildervorführung beginnt Samstag den 12. März, abends 8.30 Uhr im jtus-Saal. Plinganserstraße 76, Ecke J oh a n n-C la n z e-S tr a ß e (Linie 8 und 28) und ist für Gemeindemitglieder frei zugänglich. Karten ab 7. März in der Gemeindekanzlei, an der Abendkasse nur soweit noch Plätze vorhanden. Stundenplan Im übrigen bleibt der früher bekannt gegebene Stundenplan der Lehnkurse auch für die Monate März bis Mitte April mit folgenden Änderungen aufrecht erhalten: > Montag: Rabbiner Dr. Finkelscherer. Jüd. Diaspora, 20.15—21 Uhr. Dienstag: Geschichtsvorträge von Herrn Dr. Feuchtwawger, (nächster Kurs 15. März; am 8. März fallen die Kurse aus). Mittwoch: Ab 8.15 Uhr (nicht 9.15 Uhr) Dr. Perlmutter, Englische Kolonialpolitik (nächster Vortrag 9. 3.). Rabbiner Wiesner. Mischnati-Kurs, Reichenbachstraße 27. Donnerstag: Dr. Cahnmann. Nationalismus im Orient, ab 8.05 Uhr. — Studienrat Schaalmann, Neue Erkenntnisse über den Weltenraron, 9.15 Uhr. \ - Über (jie Einzelyorträge von Dr. Liebeschütz, Hamburg, am 30. März irod Dr. Gundersheimer. Frankfurt a. M., am 3. April erfolgt besondere Aniküundigunig in der nächstem' Nummer des Gemeindeblatts. sehen in der Zukunft herantreten müssen. Sie wird unsere Kinder mehr auswanderungsfähig mächen, als es bisher möglich war. Der Grundzug dieser Schule wird deshalb bei aller Betonung der All- Kemeinbildunsr eine nachdrückliche Förderung der sprachlichen Studien und Fähigkeiten bedeuten. Auf Bildung des Charakters und der äußeren Haltung wird besonderer Wert gelegt, pie Eigenart einer jüdischen Schule wird nach jeder Richtung gewahrt. Anmeldungen sind umgehend zu betätigen. Die Entscheidung, ob die Schule errichtet wird, wird so rechtzeitig erfolgen, daß die Anmeldungstermine für die anderen Lehranstalten noch eingehalten werden können. Jüdischer Frauenbund, München. Die nächsten Bibelkurse linden statt: Dienstag, 8. März. 5.45 Uhr. Jes. Kap. 66. 1—24. . Dienstag, 15. März, 5.45 Uhr. Jes. Kap. 67. 14. , In der zweiten Hälfte des März findet voraussichtlich wieder ein Hausfrauennachmittag mit einem heute besonders interessierenden Referat statt. Näheres in der Nummer vom 15. März. Frühlingssonne und Wohlbehagen stehen (ratlos in ursachlichem Zusammenhang. Unser Bedürfnis nach Sonne Ist auch ein Bedürfnis nach Anregung und Entschlackung des Organismus nach der sonnenarmen Jahreszeit. Sie können dabei den Körper durch Abfuhrtees, durch Gleitfil und insbesondere durch Knoblauchkuren (in Kapselform völlig geruch- und geschmacklos) wesentlich unterstützen und auch an Schlankheitskuren sollte jetzt gedacht werden. Wir haben erprobte Mittel zu niedrigen Preisen und beraten Sie gerne und ohne Verbindlichkeit getreu unserem Wahlspruch Thorseta — Ihr Berater Drogerie und Parfümerie Thorsch, München, MüllerstrTSO / Tel. 28 0 66 Münchener Zionistische Vereinigung -»AloMwtr.a/1 Tel. 510«- Stadtkonferenz der Münchener Zlonlsten Am Sonntag, den 13. Februar, fand eine Arbeitstagung der Mitarbeit€r~~aer MZV., der zionistischen Bünde und dei Gruppenyerhantfs Bayern statt. Das Hauptreferat von Dr. Hans Friedentivat, Berlin, über .«Ende des Mandats — kommt der Judenstaat?" und! die Korreferate von Dr. Georg Lubinski und Max W e i n e r bildeten die Grundlage' für eine lebhafte Aussprache über die politische Lage und über Fragen der praktischen Arbeit. Ebenso war am Nachmittag die Sitzung des erweiterten Vorstandes des zionistischen Gruppenverbandes 4ür Bayern einer eingehenden Debatte Uber die Arbeit des Gruppenverbandes gewidmet, die auch prinzipielle Fragen der Kulturarbeit, Jugendbewegung und der Gemeindepolirik behandelte. Den Abschluß und Höhepunkt der Tagung bildete die Abendkundgebimg der Münchener Zionisten, die dulch eir.e Phantasie von Schubert für vier Hände, vorgetragen vohTräulein Marie Oppenheimer und Herrn Kurt B e 11 s a c k, eingeleitet wurde. Darm sprach Manfred Sturmann sein Gedicht „Jerusalem". Nach der Begrüßung und einem kurzen Bericht über den Verlauf und die wichtigsten Ergebnisse der Arbeitssitzungen durch Dr. Perlmutter sprach Dr. Friedenthal über: „Zwischen Sorge und Hoffnung — zur Lage in Palästina". Mit der Haükwa wurde die Veranstaltung geschlossen. Der ausgezeichnete Besuch bei allen Abschnitten der Tagung (die AUendveranstaltung war überfüllt) und die rege Beteiligung der Anwesenden machte die Tagung zu einem starken Auftrieb für die "we'itere zionistische Arbeit. Die für Donnerstag, den 3. März, angekündigte Veranstaltung muß ausfallen. Uber das Programm des Ausspracheabends am Donnerstag, den 10. März, wird den Mitgliedern noch Näheres bekanntgegeben.