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Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg · 1938-03-01 · 5 (1.3.1938) · p. Seite 67

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
Volume
14 (Ausgabe A) (1938)
Issue
5 (1.3.1938)
Date
1938-03-01
Page
Seite 67 (sequence 3)
Language
German
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Mr. 5 Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern 67 Reisebüro Deutschland-Palästlna-Verkehrsges. m.b.H. Schiffskarten Bahn- und Flugkarten für In- und Ausland Visa-Besorgung . Kreditbriefe . Bordgeld ( alle» xu Original« Preisen Donnerstag, den 17. März Purimfeier der MZV. (Lichtbildervortrag mit Versen, hebräische und jiddische Darbietungen, Purimzeitunsc u.a.m. wird vorbereitet.) Näheres wird am Donnerstag, den 10. März, vor Beginn der Verhandlung, mitgeteilt! Das Beth Chaluz, Landwehrstraße 68, braucht dringend gut erhaltene Stühle und Schränke! Benachrichtigungen an das Büro dier MZV, Schlosserstraße 2, Telelon 53052, erbeten. _ Reichsbund- Jüdischer Frontsoldaten Die alljährlich von der Gemeinde veranstaltete Trauerfeier für die Gefallenen des Weltkrieges findet am Sonntag, den 13. März 1938, vormittags 10 Uhr, in der Hauptsynagoge Statt. Es ist Ehrenpflicht der Kameraden, zu dieser Feier vollzählig zu erscheinen. Für die Mitglieder des Frontbundes ist die vordere Halft; des rechten Mittelschiffs bestimmt. Wir bitten die Kameraden, die Plätze bis 9.50 Uhr einzunehmen. -:——-.---\-j-i-1-±-SS-——:-;-\ . '. Erweiterter Synagogenchor Die nächste Probe findet am Samstag, den 5. März 1938,. abends 20.30 Uhr, im Bibliotheksaal statt; musikalische, stimmbegabte Damen und Herren sind herzlichst willkommen. I.A.: Dr. Haymann. Telefon 23 9 38. Chewra Kadischa (Isr. Verein tür Krankenpflege) Die Chewroh^tai vor-drei Jahren mit der Versichenmgsg-eseHschaift „Phönix" eine KollektW-Sterbegeld-Versicherung abgeschlossen, welche sich sowohl für die Hinterbliebenen der Versicherten, als auch für den Verein selbst sehr günstig ausgewirkt hat. Bisher konnten in 31 Fällen die Kosten der Beerdigung ohne Inanspruchnahme der Familie, aber auch ohne daß der Chewroh ein Ausfall an Kosten entstanden wäre, gedeckt werden. .^><v, Die Chewroh hat nun neuerdings mit dem Gerling-Konzern einen ähnlichen Vertrag abgeschlossen. Wir empfehlen allen Angehörigen der Kultusgemeinde dringend, serweit sie nicht schon versichert sind, für sich und ihre Angehörigen dieser Sterbegeld- Versicherung beizutreten. Das Bewußtsein, schon bei Lebzeiten die Kosten der Beerdigung sichergestellt zu haben, soll jedem Familienoberhaupte eine Beruhigung sein. Die Prämien der Versicherung sind ganz gering. w Staatszionistiidie Organisation München Reichenbachstraße 27/1 r. Mitgliederversammlung In der Mitgliederversammlung am 20. 2. erstattete zunächst der Vorsitzende der Staatszdonistischen Organisation Münchens einen Bericht über die Tätigkeit in der abgelaufenen Arbeitsperiode. Auf Vorschlag des Vorsitzenden wurde sodann Herr Dr. Julius Baer in den Vorstand gewählt. Am 6. Februar hielt Herr Dr. Michael Guggenheim einen Vortrag ..Palästinas Stellung zur Mandatarmacht". Dabei kam neben den äußeren Ereignissen das ^gesamte diplomatische und praktische Verhalten Großbritanniens' seit der Balfouf-Declafatton zur Sprache. Der Redner zeigte, daß die Durchführung des Mandats in Form eines Krüppelstaates den großen staatszionistischen-Gedanken in keiner Weise verwirklichen könnte. Hufruf zur Keren Hajessod-Hktion in Münch Wir Juden leben in einer Zeit schicksalsschwerer Entscheidungen. Wenn in früheren. Jahren noch Zweifel darüber bestanden haben, welche Rolle Palästina bei der Gestaltung iUdlscher Zukunftstragen zu spielen berufen sei, so haben die Inzwischen eingetretenen Ereignisse solche Zweifel beseitigt. Vor allem darf hier darauf hingewiesen werden, welche große Bedeutung Palästina iür die aus Deutschland ausgewanderten Juden in den letzten Jahren gehabt hat. Wenn die Juden Palästinas die schweren Prüfungen, die über das Land hinweggegangen sind, hingenommen haben, um für einen großen Teil der zur Auswanderung drängenden Juden die Tore olfenzuhalten, so erlegt dieser heldenhafte Kampf den Juden der Welt, und insbesondere den Juden aus Deutschland, eine bindende Verpllichtung auf. Trotz der Schwere der Ereignisse hat sich das Fundament des jüdischen Aulbauwerks In Palästina als unerschütterlich erwiesen. Unsere Aufgabe Ist es, durch moralische und materielle Unterstützung die Grundlagen zu lestlgen, um einen weiteren Aufbau zu ermöglichen. Gerade In der letzigen Zelt, in welcher die künftige staatsrechtliche Stellung Palästinas die Weltöffentlichkeit beschäftigt, haben wir Juden unsere Opferbereltschaft für das Palästinawerk zu beweisen und zu zeigen, daß dieses Werk unsere eigenste Aulgabe ist und auch von den Juden, die außerhalb der Grenzen Palästinas leben, getragen werden muß. Es gilt einen neuen Lebensraum zu schallen und dies ist eine Aulgabe, die nur mit Hille des Keren Haiessod, des Finanzinstrumentes der Jewish Agency, durchgeführt werden kann. Wir rufen daher alle Mitglieder der MUnchener Gemeinde aul. die Verantwortung, die aui unsere Schultern gelegt ist, mitzutragen. Wir sind gewiß, daß unsere Mitglieder dem Rufe des Keren Haiessod opferbereit folgen werden. Israelitische Kultusgemeinde 'München V ' , Dr. Alfred Neumeyer jewish Hgency und Keren Hajessod Geschüftsführender Ausschuß: Justin Lichtenauer Har,ry Philipps Zionistische Vereinigung München Dr. Alfred Perlmutter

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