Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Neunter Band (1873/78)
- Issue
- I. Heft. (1873)
- Date
- 1873-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 32)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/3768355-7157092-7182499--1685-3770601- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
— 24 — Wir ersehen aus der angeführten Stelle, dass di gelehrten Juden in Aegypten, ־wahrscheinlich der Yorgange des Maimonides folgend, welcher dem Aal treten Muhammeds als Vorboten der messianische Zeit eine gewisse beschränkte Berechtigung zuer kannte, mit dem Islam sich soweit aussöhnten!J dass sie dem Muhammed den Titel eines nebi sdii (eines wahrhaften Propheten) nicht vorenthielten, ein Concession, die allerdings nicht mit den anderweiti! bekannten Benennungen des arabischen Propheten an( seines Buches stimmt Auch ein jüdischer Gelehrte aus dem Magreb bekennt seinem muhammedanisch« Landsmanne gegenüber dasselbe bei Gelegenheit eine Controverse über Deuteronomium XVIII v. 18, von un sei-em Verf. hier in extenso mitgetheilt®). Concession« erwähnter Art waren unausweichlich, wollte man nich der Früchte der Toleranz verlustig gehen, durch welch die Juden in muhammedanischen Ländern gedulde wurden. Sie wurden auch von christlicher Seite d« muhammedanischen Herschern gegenüber zugestanden Um nur ein Beispiel zu erwähnen das mir nahe liegt verweise ich anf ein Religionsgespräch, welches w katholischer Pfarrer in Ungarn während der Türken herrsehaft in unserem Lande mit dem protestantisch« Geistlichen in der Stadt V&s&rhely unter türkisch Aufsicht führte. Der katholische Theologe erwähn! bei dieser Gelegenheit Muhammed unter den P!° pheten •). י) Vgl. oben pag. 78 Anm. 6. \ •) Blatt 75 verso. ') Hitgetheilt in dem ungarischen Tageblatt ״Fövärosi lapot‘ vom 1. October 1871.