Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Band VIII (1871)
- Issue
- II. und III. Heft. (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 55 (sequence 19)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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— 55 — יס־ד: auf. Dieses Wort trennt und interpunctirt H. 0. 1180: רם רך י: nava garedha neues Jahr. Nun tber kommt leider dieses Compositum im Zendavesta gar nicht, bei den Armeniern aber als erster Monat ror, was Herr 0. selbst anführtT). Am allerwenigsten ist aber mit diesem Worte das andere ניסרדי zu identificiren, da die richtige Lesart, wie angegeben, מוטרדי als verbürgt anzusehen ist. Was ist also נוהרדי? Wenn vir anstatt des ר ein ו lesen, erhalten wir das Wort: יסיר: nozüdi, d. h. Neugeburt. Mit diesem Namen wird nämlich das Familienfest belegt, wenn der 15jährige Knabe, seine religiöse Mündigkeit erlangend, den sogenannten Jiosti anlegt und in die Glaubensgemeinschaft der Mazdayagnier (Rechtgläubigen) eintritt *). V). Endlich gedenkt der jerusalemische Talmud eines Festes unter dem Namen סרוקטו• Dieses Wort halte ich gleichbedeutend mit dem im Zendavesta sehr oft •) vorkommenden: fragatha, welches der Kunstausdruck für das* vom Priester zu verrichtende Ab 8ingen der heiligen Lieder ist. Nun kannten aber die Parsen in’ der That ein bei ihnen im grossen An-!eben stehendes Fest, welches auf die letzten zehn Tage jedes JahreB fiel, die auch deBshalb den Namen Galhäs (heilige Lieder) führten, weil an diesen 10 Tagen, während welcher man das gereinigte und festlich ’) tVava kommt überhaupt nur sehr spärlich im Zenda- *est» vor. Es wird bloss an folgenden Stellen genannt: Vend. 21,14; Yt. 8,5. •) Vgl. Näheres über dieses Ceremoniell bei Spiegel-Einl. zum 2. Band seiner Avestaübers. S. XXII. •) Vel. Vi*P• 4,4: 15,7 y«. 54,24 u. 8. w.