Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- VI. Jahrg. (1868)
- Issue
- I. Heft. (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 66 (sequence 68)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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- 66 - klärlich. Man weite, dass M. b. Esra zu den Kennern und Kritikern gehört, von denen ich zu Anfang ge• sprochen habe. Et ist bekannt, dass er diese Kassidt in seiner eben genannten Schrift sehr gelobt hat. Es ist also wohl erklärlich, dass er die Einleitung jenem YorbUde entlehnt habe, wobei es übrigens ein besonderes Interesse gewährt, die Verschiedenheit der Form zu beobachten, in welche beide ihren Guss gebracht haben. Bei 'Joseph ben Chasdai erkennen wir die Ueberschwäogliphkeit als Ausfluss eines liebevollen Herzens, das sich noch nicht mässigen gelernt hat; es muthet uns die schwärmerische Liebe an, die der ge• reifte Mann dem älteren Freunde entgegenbringt. Anders verhält sioh's mit Moses ben Esra. Bei ihm bleiben wir kalt, denn im besten Falle wie hier, rück• sichtlioh der vorliegenden Diohtung, gerathen wir in Zweifel, ob es dem Dichter Emst war mit den Empfindungen, die׳ er in seinen Poesien niedergelegt hat, oder ob sie nnr von seiner Kunstgeschicklichkek Zeugrriks ablegen, womit Charisi’s Bemerkung stimmt, dass Moses ben Esra’s Poesien besonders bei Kunstgenossen in Ansehen standen, wie ihn auch Kimchi einen grossen Meister in der Handhabung der Sprache nennt. Die weitere Angabe Luxzatto's, in seiner Einleitung zu der in Rede stehenden Dichtung des kurz zuvor Genannten, dass er den Freunden, von welchen er getrennt ist, seinen Gruse entbiete, insbesondere aber seiner Geliebten — wohl qeines Bruders Tochter — um derenwilien er die Heimath verlassen habe, wird einfach durch den Inhalt derselben bestätigt Aber auch bei Joseph ben Chasdai haben wir es in der Sache selbst, nicht etwa mit einer Fiction zu thun, woran man