Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- VI. Jahrg. (1868)
- Issue
- I. Heft. (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 29)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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345 Jahre blieben diese Verordnungen in Kraft. Erst Ao. 1845 vermochte Joseph Kohn aus Markt- Erlbach, welchen der damalige Rath der Stadt als ״braven Mann“ kannte, die Erlaubniss zu einjährigem Aufenthalt in Nürnberg zu erhalten, worauf demselben im Jahre 1850 die Ansässigmachung gestattet wurde. Heutzutage steht nun zwar der Ansiedlung der Juden in Nürnberg keine gesetzliche Bestimmung mehr entgegen, aber doch vermochte man sioh bisher in dieser Stadt christlicherseits von dem tief eingewurzelten, gänzlich unbegründeten Vorurtheil gegen Israel nicht so weit loszumaohen, dass man es über das Herz gebracht hätte, der hiesigen, nun schon ziemlich zahlreichen Gemeinde (über 300 Familien): die Errichtung einer Synagoge und die Anlegung ein«» rituellen Bades zu gestatten! ‘ Ein, diese Zwecke verfolgendes Gesuch der Gemeinde an die königlich bayrische Regierung wurde I Anno 1867 abschlägig (l)'beschiaden, so dass die hiesigen Israeliten mit Weib und Kind zu allen (P) gottesdienstlichen Handlungen nach wie vor den beschwerliehen Weg nach dem, 1 >/3 Stunden von Nürnberg entfernt gelegenen Fürth nehmen müssen!' — Gott besser’ ’s! *). *) Fast will es uns bedünken, dass der gelehrte Verf. mitden jetzigen jüdischen Verhältnissen in Nürnberg nicht sehr vertraut ist. Soviel wiV wissen, ist Nürnberg eine 1Mtü1i»diye Cultutgemeindt, die bis zur, Besetzung der Babbiner-