Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- VI. Jahrg. (1868)
- Issue
- I. Heft. (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 28)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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- 26 — anderen kleineren Gebäulichkeiten dem Rathe der Stadt Nürnberg. Der Rath' seinerseits verwerthete oder vererbte den Raub an verschiedene Bürger. Den Platz, in welchem die Gebeine der Väter seit uralter Zeit ihre Ruhestätte gefunden hatten — den Friedhof liess er der Steine berauben und diese als Baumaterial verwenden, während der Ort selbst als Bttuplatz an Bürger verkauft wurde, welche meist schon Häuser in dessen Nähe besassen. Das schönstd Judenhaus erwarb der, aus Krakau eingewanderte und Ao. 1496 in Nürnberg als Bürger aufgenommene Bildhauer ״Veit Stoss“, dessen Bildwerke sehr geschätzt werden und der auch ein tüchtiger Architekt, überhaupt ein Mann war, welcher wesentliche Verschiedenheiten von den eingeborenen Bürgern zeigte, wesshalb er auch nicht in grosser Gunst bei Einem hochedlen, fürsichtigen und wohlweisen Rathe stand, der den Bildhauer Feyt Stwoss in den Urkunden als: ״einen vnruwigen hayllosen Burger, der Einem erbem Rat vnd gemainer Stat vil Vnruw gemacht hat“ — bezeichnen lässt und in dessen Decreten Stoss noch kurz vor seinem Tode (Stoss f 1533) ״ein irrig und geschreyig Man“ genannt wird. — Zu Ostern 1499 beschloss der Rath ausser dem oben Angegebenen über Geleit und Anwesenheit in der Stadt noch, dass jeder ^sich etwa in die Stadt einschleichende Jude in’s Loch zu legen sei, ebenso sollen die Stadtknechte jeden, etwa in Nürnberg übernachtenden Juden mit seinen Waaren aufheben und in’s Loch transportiren. (״Loch“ — war ein absoheuliches Gefängniss unter dem Rathhause).