Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- VI. Jahrg. (1868)
- Issue
- I. Heft. (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 27)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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— 25 - sten Theil der Bevölkerung NOrnberg’8 so geringe Rücksicht und so wenig Schonung bewies P — Müssen wir nicht das Verfahren Eines hochedlen Rathes gegen die Israeliten noch sehr mild nennen? Die in Windsheim abgewiesenen Juden wandteu sich hierauf nach Frankfurt a. M., wo man ihnen gestattete, sich niederzulassen, ungeachtet der damalige Stadtprediger Dr. Conrad Henssel dagegen heftig Einspruch that Nach Fürth durfte jedoch noch kein Jude kommen. — Die Annahme, der grösste Theil der, aus Nürnberg gewiesenen Israeliten habe in Fürth eine neue Heimath gefunden und es sei daraus die spätere zahlreiche israelitische Qemeinde dieser Stadt entstanden, ist vollkommen irrig, — denn erst im Jahre 1528 nahm Markgraf Georg den ersten Juden in seinen Marktflecken Fürth auf und sodann 1538 den zweiten, worüber sich der Rath von Nürnberg nicht wenig aufgebracht zeigte, was aber den gerechter denkenden Markgrafen wenig kümmerte. Nach erfolgtem Abzüge der Juden hatte der Rath nichts Eiligeres zu thun, als zu Ostern 1499 zu decretiren, dass hinfüro keinem Juden mehr Geleit gegeben noch erlaubt werden solle, in der Stadt Geschäfte zu machen, noch dieselbe überhaupt zu I betreten! Sodann übergab der Schultheiss von Nürn- Iberg auf bereits am 26. Juli 1498, wie oben gesagt, I von Kaiser Maximilian II. erhaltenen Befehl die bisher ■ unter seine Verwaltung genommenen Häuser, Sy- I nagoge und Friedhof der Israeliten nebst einigen