Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- Beilage zum Jeschurun (1865)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 104 (sequence 106)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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104 warum so — gerade so endigen mußte. — Meine Minuten sind gezählt!" ״Ernst," unterbrach Mathilde voll äußersten SchmerzeS; aber seine Worte wurden so zuversichtlich, so fest gesprochen, daß sie keine Widerlegung zuließen. ״Ich will nicht sterben," sagte Ernst, ״ohne mit den letzten Segnungen unseres Glaubens versehen zu sein." Ernst lehnte die Ausbrüche des Schmerzes der Anwesenden mit einem Zeichen der Hand ab. ״Was klagt Ihr? ES mußte so kommen; — als meine Stellung Euern Wünschen — zuwider — sich gestaltete — als jenes VerhSItniß zu Bertha mich so — ganz erfaßte - als ich, verlassen von allen — den Leidenschaften folgteals ich von Gefahr — zu Gefahr — endlich auf den- Oh!" — Er griff nach der Wunde, als gemahnte sie ihn, daß diese Auseinandersetzungen zu anstrengend für seine schwachen Kräfte seien — er schöpfte Athem und fuhr fort: — ״Ich nahm Partei für das Volk — trat einem Bündniß bei — zum Kampfe — für die Freiheit— die nun gescheitert ist. — Welche Menschen! Venvirrungen durch ihre Schwächen und Laster — welcher Mißbrauch der heiligen Dinge — die sie im Munde — führen. — Ost gab eS Sturm im Glase — Wasser — elende Streitigkeiten." — Er schloß auf eine Weile die Augen, dann erhob er sich wieder und ließ die irrende« Sterne derselben wie auSruhen an der Decke des Zimmers— unbeweglich starrten sie wie eine unergründente Tiefe. ״ES — gab auch Edle unter diesen Kampfgenossen"-, begann er wieder mit schwacher Stimme und feierlicher Andacht — ״sie — Men wie ich — o, ich folge — Euch — edle Freunde — drüben sehen wir uns - wieder!" *