Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- Beilage zum Jeschurun (1865)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 103 (sequence 105)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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toa dumpfen, heisern Stimme, die sich mühsam aus der keuchinden Brust rang. ״Rege Dich nicht auf — schlummere; Du bedarfst der Ruhe." Ernst schüttelte dar Haupt. — ״Die Kerze ist nieder l" In ErnstS Auge traten Thränen. — Er schwieg, lehnte das Haupt jut Seite — wie um zu schlummern. 3hm fast störte es, daß die Aerzte kamen. Sie nahten sich dem Lager, streiften die Decke auf und rtethen, trotzdem der Kraule sich nicht bewegen lonnte und mochte, ihn ganz voü seinen Kleidern zu entblößen. Die entzündete, der Lunge nahe Stelle, wo die Kugel sitzen mußte, war bald gesunden. Der Kranke pickte mit einem kurzen Schrei auf, als sie berührt »urde. Die Kugel herauSzünehmen hätte den sofortigen L°d veranlaßt. Im Blicke der Aerzte lag die Andeutung, daß auch Io die Auflösung schwerlich auSbleiben werde. Jetzt galt K, den von der Untersuchung seiner Wund« Ohnmächttßcn sich allein zu überlaffen. Bergheim erhob wie betend die Hände gegen den Himmel — Onkel Lüb's Antlitz zuckte wie das eines Lerzweifelnden, und Mathilde saß wimmernd in einer Ecke des dunkel verhängten Fensters. Ernst schlug das Auge auf. ״Ehe ich vom Leben scheide" — begann er. ״Du wirst leben," unterbrach ihn Onkel Löb, ״Du nirst leben I" ״In Deinem Gedachtniß — im Gedächtnisse mancher, der auf meine Zukunft Hoffnung gesetzt hat," fuhr Ernst »it klagendem Blick auf Mathilde fort -״ -יund schwer tyteifen wird, warum sie nicht erfüllt wurde und