Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- Beilage zum Jeschurun (1865)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 105 (sequence 107)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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MB Weiter reichte nicht mehr die erschöpfte Kraft; »Leder hielt er tnne. Er hatte sich zu große Anstrengung zugemuthet und «ar erschöpft in die Kiffen gesunken. — Seine Zunge schien gelähmt. — Die Aerzte sagten, die letzte. Stunde sei nahe. — . > , Eine Todtenstille herrschte im Gemach — -. ■ De» Sterbenden Stimme erhob! sich wieder, aber die Worte, die noch verstanden wurden, gaben dm Ent- . serntstehenden keinen Zusammeuhang. Rur Mathilde, die sich dicht über ihn beugte, ver« stand deutlich; 1 ״Mathilde — arme — liebste — Mathilde!" — ״Lebe, lebel" rief Mathilde » küßte Krufts .Stirne und strich die grauen Locken vom perlendm Schweiße Drück. ,'״ ״Einst — schwor — ich — Dir — Treue O ich Falscherl" Die Worte die noch folgtm, dliebm auch Rathilden nicht vernehmlich. Onkel Löb trat näher, Bergheim wandte sich erschüttert zum Borzimmer, in welchem GlaubenSgmoffm leise Todtengebete verrichtetm.' Mathilde wollte sich erheben und zurücktretm. Der Sterbmde ließ ihre Hand nicht ftei. ״Unser — guter — Onkel — Mathilde — ver׳ gebt — mir!" ״O, Emst, vergeben?! Dir gehört ja jeder Schlag «eine» HerzeNs." ״Mathilde!"— hauchte Emst und erhob sich geister« hast und streckte seinen Arm nach ihr aus — ״Vater! — Onkel — seht her, was — die Liebe eine- — Weibe- — vermag—; sie vergibt dem, der ihr Lebensglück zerstört."— Dann sah er sich fieberhaft um, sah Mathildm mit dem Bsttage XIV