Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- Beilage zum Jeschurun (1865)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 79)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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דד schüft junger Mädchen!" sagte Rode eben. ״Diese schelmischen Augen dort, diese finnigen hier, diese Rosen auf den Wangen, diese Lilien auf Arm und Nacken, jede eine Knospe voller Hoffnung für die Zukunst, jede so ganz das schöne, liebevolle Geheimniß eines jungen Rädchenlebens l Wer kann so schöne junge Mädchen im traulichen Vereine sich heiler dem Augenblick dahingeben sehen, ohne nicht zu gedenken: WaS wird euch allen noch einst beschieden sein? Welche Flammen werden in euern Herzen lodern? Wo waltet jetzt wohl die Hand, die liebend die Eurige einst erfaßt? Vor welchem Munde, der von Liebe spricht, wird euer Jugendmuth verschwinden? Und ach, welcher von euch sind noch Leiden aufgespart? Der vielleicht, die jetzt die Glücklichste scheint?" ״Doktor, Sie werden ja melancholisch" meinte ein langer, echt preußischer Junker, Herr Baron Barnen. ״Natürlich, das wird langweilig" schnarrte Lieutenant von Löwenstein, berühmt als Lieutenant und geistloser Rennomist, dazwischen. ״Pardon ich vergaß mich" entgegnete Rode, und mit kunstgerechter Hand eine Flasche Cliquot entkorkend, Mte er den perlenden Wein in die langen zierlichen lkjlche, die ihm die Diener reichten. ״Meine Damen, meine Herren I Wir trinken auf ein" bedeutsames Ding! Es lebe der Humor!" Er lebet lallten und riefen hundert Stimmen, während Ernst sich zu Bertha bückte, und fast unhörbar lisp«Üe: ״Zuerst auf Ihr Wohl, mögen Ihre Augen allejeit so fröhlich blicken als in dieser Stundet" Bertha schlug den Blick nieder und betrachtete sin- »end die Rose, die ihr Kleid schmückte. ״Sehen Sie doch, wie wundervoll diese Rose ist! Lieben Sie auch die Rosen?" '>