Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- Beilage zum Jeschurun (1865)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 35 (sequence 35)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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85 Ich war nach wenigen Wochen so weit h »gestellt, dah ich zu meinen Angehörigen nach Pest reisen konnte, wo ich durch weitere ärztliche Behandlung und durch den Beistand Gottes vollkommen genas. ES war ungefähr ein Jahr später, als ich einem_ Hserdesensalkii den Auftrag gab, mir zwei gute Roste z»m Ankauf anSzuiuchen. ES war Marktzeit und er führte mich auf den Rohplatz. Es war-^eine angenehme Ueberraschung für mich, hier den braven MathiS zu finden. Er hatte vier herrliche Roste bei sich, von welchen er zwei zum Verkaufe anbot. Er erkannte mich ebenfalls und bezeugte seine Freude darüber, mich gänzlich geheilt zu sehen. Wir wurden über den Preis für die zwei Thiere einig, nur wollte ich sie Nachmittag probesahrcn und dann bezahlen. , Herr, sagte MathiS, ich will heute Weiterreisen und wiewohl ich für die Mackellosigkeit der Pferde hafte, verlange ich doch vor der Hand kein Geld. Nach drei Monaten sende ich Ihnen eine Adnsse zu, unter welcher Sie mir daS Geld mit der Post zukommen lasten werden." Wie? fragte ich erstaunt, ״reisen Sie nicht nach Alma zurück?" — Nun.erwiderte er. Ein zweiter Bote brachte mir neulich die Nachricht von einem Enkelchen, und nun hält eö mich nicht länger. Ich verkaufte meine B'sitznngcn zu Ratany und Alma und bin jetzt im Begriffe, mich zu meinen Kindern zu begeben und mich bei ihnen cinznrichten. Nach drei Monaten schickte ich der erhaltenen Weisung gemäß den Preis für die Pferde nach New-Aork, in desten Nähe Pctcr eine große einträgliche Farm besitzt. -» L. Horowitz.