Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- Beilage zum Jeschurun (1865)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 36 (sequence 36)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
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B) Mflememc Chronik. Ür. Stein, früher Rabbiner in Filehne, dann i» Danzig, ist zum Prediger an der Meiselsynagoge z« Prag berufen worden. — Nach einer Mittheilung der ..Ben Chananja“ (1864, S. 263 — 64) beläuft sich die Seelenza l der Juden im Regieruirgsbezirk Trier (Preußen) ans 5633. Die religiöse Richtung ist daselbst im Ganzen die konservative. Die meislen Kaufläden find an Cabbat- und Feiertagen geschlosien. Alle Küche« werden nach streng jüdischem Ritus geführt- Der Götterdienst wird nach alter Sitte geleitet; jedoch ist der Chorgesang, sowie die deutsche Predigt heimisch. Anstanh, Ruhe und Ordnung während des Gottesdienstes sind durch eine Synagogenorduunq ins Le den gerufen worden. DaS Schulwesen aber läßt noch Vieles zu wünschen übrig. Biele Gemeinden haben gar keinen oder nur einen uw säbigen Lehrer; und dies geschieht, weil die Gemeinden sich sträuben, den Lehrer definitiv anzustelle». — Der Erzherzog Al brecht hat der jüdischen Gemeinde in Friede! (Oester. Schlesien) einen Hansgrund geschenkt, um die r>on der Gemeinde angestrebte Erbauung einer Synagoge zu ermöglichen. (Ben 61>»n. 1864, S. 287). ' Die Wühlerei des Fanatismus in M iS ko lz (Ungarn) gegen den neuen Tempel dauert fort. Der dortige greise Rabbiner, der ganz streng orthodox ist, läßt sich aber durch nichts abschrrcken. (Daselbst S. 276 u. s. w.). Am UeberschreitungSsiste 5624 ist in Bamberg eine neue Cynagogenordnung vom Redakteur di,sei Blälker eingesührt worden, worüber später mitgetheilt werden wird. — Ueber die Bestrebungen zu Gunsten der Falascha'S werden wir in einer besondern Abhandlung ausführliche Mitlheilungen machen. —