Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- Beilage zum Jeschurun (1865)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 34)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
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3» r) dem sie erzogen wurde; überdieß habe ich ihrem ster» benden Vater angelobt, dies niemals zu gestatten; aber dir, Peter, der mit den jüdischen Gebräuchen bekannt, den Gott der Juden als denselben Gott der Protestanten erkannt, dir kömmt es nicht schwer an, eine Hülle mit Verändern zuivechsel». Liegt doch derselbe ewig frischt Kern in der GotteSidce jeder Religion. Ehe dein Leib verderbe, schwinge sich deine Seele, wenn auch unter andern Gebeten und Gebräuchen zu dem Gotte der Juden. Ich will und kann es nicht zusehen, daß diese Qualen euch zu traurigem Ende führen. So ziehet denn in Gottes Namen nach Amerika, dort werden die Landesgesetze euerer Verbindung keine Hindernisse bereiten. Meinen väterlichen Segen und hinlängliche Reisespesen werde ich euch mitgeben. Sobald ihr ehelich ver- Kunden seid, schicket mir einen Boten. Diese Tefilin Schlome's halte mir in Ehren, Peter, mögen sie deinen ׳ ersten Wandel im neuen Glauben begleiten. Wer mir diese Tefilin überbringt», wird mir als vollkommen verläßlich erscheinen» Mit denselben werte ich euch diejenige Summe schicken, die ihr mir als nothwendig zum Ankauf und zur Einrichtumg einer Bauernwirthschast angcben werdet. Mein Großvater zog einst aus Deutschland herein, um sich hier anznsiedeln, so mag nun sein Urenkel wieder hinaus, um anderwärts sein Glück zu gründen. Die jungen Leute fielen Mathisen um den Hals und' erdrückten ihn fast nrit ihren Küssen. Es waren drei über selige Menschen und nur der Gedanke der Trennung war die trübe Wolke an ihrem heitern Himmel. Das Projekt wurde bald ausge-ührt rrnd ich habe bereits erzählt, daß ich Äugenzenge war, wie der Bote die Tefilin und somit die erste Nachricht überbrachic. ״