Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 105

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
Fünfter Jahrgang (1865/66)
Issue
1866
Date
1866-01-01
Page
Seite 105 (sequence 109)
Language
Hebrew
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3768355-7182390-7182481--0664-3769586
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

105 «lurplrte« Thron verhalf, ist wohl überreich an vffentlichen Gewaltthaten, die Niemand anzuklagen und zu strafen wagte; aber unter diesen ragt eine hervor, die durch Verrath, Schändlichkeit und Grausamkeit die tiefste Entrüstung beim Volke erregen mußte, weil die Tyranei de-Heronenicht einmal die geheiligte Person des Hohepriesterschonte. — Als HerodeS sich des wankenden und durch die gegenseitigen unversöhnlichen stampfe der Maccabäer längst morschen Thrones in Je« rusalem bemächtigte, waren er noch zwei Personen, die seine Herrschaft gefährden konnten: ein Greis und ein Jüngling. Hyrkan, der Krone und Priesterdiadem getragen, und dessen Enkel Aristobul, der auf Beides Inspruch zu machen berechtigt war. HerodeS, der nie »m Mittel verlegen war, fand bald Gelegenheit, sich beider zu entledigen. Zuerst kam die Reihe an den jungen, Hoffnung-- »ollen, ihm gefährlicher dünkenden Aristobul, den letzten männlichen, vielherheißenden Sprößling der Heldenmüthigen HaSmonäerfamilie, der ebenfalls dem traurigen größtentheilS selbstverschuldeten Geschicke seiner Familie rum Opfer fallen mußte. DaS Volk setzte auf den letzten der Maccabäer, der wegen seiner ausgezeichneten Schönheit und seiner Bewunderung erregenden Gestalt alle Herzen für sich einnahm, seine gänze Hoffnung und überhäufte seinen Liebling mit Gunstbezeugungen, die den giftigen Neid des HerodeS noch mehr anfachen mußten- Als das Volk den Aristobul am Feste im Hoheprirsterschmucke zum Altar hintreten sah, weinten viele, wahrscheinlich aus Mitleid wegen des Mißgeschickes seine- Vaterhauses, das von den Römern schmählich gemordet wurde, — und im Vorgefühle des ihrem sorglosen und unerfahrnen Lieblinge drohenden Unglücks. (S. Jose- Vhus, jüd. Krieg l 22, wo die einzelnen Umstände mit

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.