Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 106 (sequence 110)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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108 den Berichte« in dessen Alterth. XV 3, 1—3 nicht gaiq genau übereinstimmen, was Grätz, Geschichte eet. Ill 302 und Jost. G. d. JudenthumS I 320 nicht bemerk zu haben scheinen). 1 ,^Herodes hatte zwar dem Aristobul allen Einfluß dadurch, zu entziehen geglaubt, indem er ihm die gebührende Hohepriesterwürde vorenthielt, obwohl er sei« Schwager war, um damit einen Fremden, einen gewissen Ananel zu belehnen; aber dieses MUtel verfehlte seine Wirkung. Seine Schwiegermutter Alexandra, in Intriguen ebenso gewandt wie HerodeS, hatte AntoniuS für ihren Sohn einzunehmen gewußt. Sie hatte die Bildnisse ihrer zwei Kinder (der Mariamne, Herode»' Gattin, und des Aristobul) der schönsten ihres Volkes, de» Antonius zustellen lassen, überzeugt, daß man bei diese« verweichlichten Helden auf die Sinne am besten einwirken könne. Antonius, von den Bildern betroffen, verlangte den Jüngling zu sehen, und Herodes konnte nicht umhin, um ihn aus de- Machthabers Nähe fern zu halten, ihn zum Hohenpriester zu machen. Natürlich wurde Ananel gegen Gesetz und Herkommen (damals erst der dritte Fall in der jüdischen Geschichte, wie Josephu» dabei bemerkt) seiner Würde enthoben. Die Erhebung ihres Sohnes mochte aber der ehrgeizige« Alexandra nicht genügen-,׳ die überdieß von dem nie ruhende«! Argwohne des Herodes stets verfolgt nnd gleichfam in Gewahrsam von ihm gehalten wurde: sie sann auf Mittel, diesem fast unerträglichen Zustande zu entgehen. Eie hatte sich daher zu diesem Zwecke mit der auf Herodes neidischen Königin Kleopatra verschworen^ und zwei Särge bestellt, in welche sie und ihr Sohn gelegt werden sollten, um ohne Verdacht zu erregen, die Stadt zu verlassen, um nach Aegypten entkommen zu können- Aber Herodes, dem die Jntriguen verrathen