Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 103 (sequence 107)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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m dürre, prosaische Spruch des Hillel(Aboth 2,6; Sueca83a), dem der gnomische Character gänzlich abgeht, gegen die andern körnigen und finnigen Sprüche der Väter, da man überhaupt desien Grundidee von der hieniden mallenden, göttlichen Gerechtigkeit viel prägnanter und schöner an unzähligen Stellen der Bibel und in dem überaus reichen und köstlichen Sprüchwörterschatze der Rabbinen ansgedrückt findet. So z. B. Sprüche 26 , 27: ״Wer eine Grube gräbt, fällt selbst hinein, und wer einen Stein rollt, zu dem kehrt er zurück"; Sota I, 7: ״Mit dem Maaße, womit der Mensch misst, wird ihm wieder zugemeflen."-- Die Kommentatoren haben die Schwierigkeiten wohl gefühlt; aber eS ist ihnen nicht gelungen, dieselben zu lösen. Nach dem Zeugnisse des R- Salomon Jizchaki wurde diese dunkle und rätdselhaste Stelle bet den öffentlichen Vorträgen in den Eynazogen weggelaffen, indem deren erste Hälfte aller Ersahrung widerstreitet; denn wer mochte all die von Mdrderhand hinterlistig und unschuldig Getödteten, von dem ersten Brudermorde (von Abel) an, verdächtigen und «rbammen, daß sie wirklich ihr unglückliches LooS verdient hätten. — Dazu enthält deren zweite Hälfte sogar eine sehr problematische Prophezeiung, weil eS sich nicht in Abrede stellen läßt, daß viele Mörder der verdienten ©träfe entgangen sind und ein glückliche« Ende hienieden erreicht haben. (Bergl. ״Midrasch Sch'muel" von R. bam. Usteda (יש טקוטות שלא נהגו לוטר זאח ההלכה) und »Ragen Adoth" von R. Simon Dur an (וזו הטשנה,נ*כ אינו בסחרם). Doch wir können füglich all die aufgeworfenen Frazen übergehen, die der Leser bei Rabbi ckomtob Heller (חוייט) und in den bereits erwähnten Commentaren nachlesen kann, und bemerken bloß, daß hier ein wichtiges, bedeutungsvolles Factum vorzuliegrn scheint, (waauch,