Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 90 (sequence 94)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
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M Gott, dennoch durch die Abwesenheit deallerliebste, Weine« eine Mangelhaftigkeit andeutete, die der sühn« bedürftig« Mensch in fich selbst suchen muß. Die Unvollständigkett de« Opfer« und zwar durch Mangel de» allerbesten Beflandtheil«. sollte den Opfernden da« in Folge der Sünde gestörte Berhältniß zum Bewußtsein bringen.- Maimonide«, der die ganz« Opsertheorie al« bloße- Opposition gegen da« Heidenthum erklärt, kann fich de» Gebrauch He« Weiner, der doch bei allen Böllern ia Anwendung gebracht wmde, nicht erklären; vergl. ob. K. 16. — Dahingegen sucht Spencer(«. a.O. p.758ff.), der im Wesentlichen der maimnnischen Anficht ist, je« Berlegenhett drlrch folgende Gründe zu heben. Der Gebrauch des Weines sollte im mosaischen Kultus gerade durch seine Anwesenheit eine Emendatton des heidnischen Kultus beabsichtigen. Die Heiden opferten Nämlich nur einen Theil des Weines, den andem Theil tranken die Opfernden, bei dem mosaischen Opfer sollte hingegen weder der Priester, noch der Opfernde den Wein genießen. Bei den heidnischen Opfern wurde ferner der Wein zuweilen völlig ausgeschlossen, so bei den Opfern, die man der Ceres darbrachte, weil diese nur als Götti» der Saaten angesehen wurde, im mosaischen Kultus hingegen erscheint Gott nicht als Schöpfer eines bestimmten Theil« der Schöpfung, sondern al» Schöpfer de» Universunk. Endlich wurde bei den heidnischen Opfern der Wein znweilen mit Honig, Milch u. s. w. vermischt, im mosaischen Kultus hingegen mußte «S reiner Wein sein, der zur Libation gebraucht wurde. Allein alle diese Gründe beftiedigen nicht ganz- WaS den ersten betrifft, so hätte die Quaittität de« Weine« eine viel größere sein müssen; bei dem ohnehin kleine» Maaße konnte er wohl nicht angehen, daß er zwei- oder gar dreifach getheilt werde (vergl. Winer R. W. unt