Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 67 (sequence 71)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
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67 arten zwischen ihnen ausgetauscht. Am naturgetreuesten (aber in zu reeller Copirung der rohen Wirklichkeit) ist die Schilderung der zu Minjan in Re b Jo ne 'S Hause zusammen gerufenen Levte (4. Scene im 5. Aufz.). Wer je in einer altjüdischen Gemeinde Oesterreichs gelebt hat, wird sich dieser Gesprächs - und Ausdrucksweise lebhaft erinnern, wie lange auch er ihr schon fern geblieben sein mag, und sich beim Lesen jener Scene des LachenS kaum erwehren können: was aber hat das ״Lustspiel" damit zu schaffen, und in welchem Zusammenhang« stehen die hier austretenden Personen mit demselben?! — Schließlich möchten wir den Verfasser für spätere Arbeiten, die hoffentlich nicht ausbleiben werden, auf Eins ganz besonders aufmerksam machen, nämlich nicht mehr wie im vorliegenden Lustspiel Motive und Redensarten (Reb Jone) von so schlüpferiger, im gesitteten jüdischen Familienleben (und mit einem andern wollen wir es in einem bessern Drama nicht zu ihun haben —) unwahrer, als auch verbrauchter und abgethaner Art zu wählen, wozu entschieden die leibhaftigen Folgen von Jugendsünden (Sali) und ein verschollen oder todt geglaubter, sich aber in der MaSke eines Bettlers präsentirrnden Bruders (Gedalje) gehören. vr. Adolf Salwendi. b) Jllustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums. Verantw. Red. und Verleger: Arnold Hilberg in Wien. Gr. 8. Bd. I Heft 1-2; 184 S. Wenn bei der bedeutenden Fluth der jüdisch - periobischen Literatur eine neue Erscheinung auftaucht, so muß diese, um sich einen großen Lesekreis zu sichern, auf die Geschmacksrichtung des Publikums speculiren. Man muß