Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 44)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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4& nagoge, noch die Albertus Magnus, die St. Thomas, die Duns ScotuS in der Kirche gehindert, sich den tiefsten und subtilsten Speculationen hinzugeben. Ich könnte Ihnen noch Manches über die entschieden sittliche Tendenz der biblischen Poesie sagen; ich will mich aber darauf beschränken, auf zwei wichtige Punkte hinzuweisen. Zunächst ist es bemerkenSwerth, daß die indo - emopäischen Dichter daS goldene Zeitalter an den Anfang der Zeiten setzen und auf diese Weise die allmähliche Ausartung der Welt proklamiren. Die biblische Poesie setzt daS goldene Zeitalter an das Ende der Zeiten und proklamirt auf diese Weise den beständigen Fortschritt, die Perfekttbilität des Menschengeschlechts und seine endliche Vollkommenheit. Ein berühmter Schriftstelle! hat unlängst gesagt, daß die Menschheit der ganzen" Erde als des Landes der Verheißung und der Wett als . ihres Jerusalem bedarf. Es ist dies die ganze Tendenz der biblischen Poesie und namentlich deS Prophetismus. Jener Schriftsteller ahnte wohl nicht, daß er mit seinem AuSspruche eine Stelle der alten allegorischen Kommentare der Synagoge, ״Midraschim" genannt, fast wörtlich wiedergegeben. ״Wie," so heißt es daselbst, ״das kleine Land Palästina sollte eines Tages alle seine Kinder fassen? Rein, Jerusalem wird so groß wie Palästina, und Palästina wird so groß wie die ganze Erde sein n) Der Red. deS Leu Chanania verweist bei dieser Stelle auf EifrS zu 5. B. M. 1, 1 und auf Jalk. Zach. Nr. 875. Wir verweisen noch auf Tal. bäb. ,;baba batra“ 75, b, wo von der ungeheuren Ausdehnung Jerusalems in der Zukunft geiprochen wird. Auch daS Buch ״Aboth di rabbi Nathan“ sagt (Kap. 35): עתירה ירחולים ׳ויתקבצו בתוכה בל ״ ,הגרםIn Jerusalem werden sich einst alle Völker versammeln." — D. Red.