Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 37 (sequence 41)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
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»7 ihn in Aegppten erlernt; denn wer kennt nicht die krasse Götzendienerei der Aegypter, von denen Juvenal sagt: Quis nescit qualia demens Aegyptus portenta colat; crocodiion adorat pars haec, illa paret saturam aerpentibus ibin. _ Moses sollte seinen Monotheismus bei der Weisheit der ägyptischen Priester, aus ihren Mysterien geschöpft haben? Wir kennen diese Weisheit sehr wenig, aber wenn davon etwas in ihrem ״Todtenbuch" auf uns gekommen, so überzeugt uns dieser GalimathiaS, daß ein so lichtvoller und positiver Geist, wie der des Mose-, davor ein Grauen empfunden haben muß. Nein, man kann in dem Monotheismus von Abraham und MoseS nur eine providentielle Thatsache, die unmittelbare Einwirkung der Vorsehung auf die Geschicke des Menschengeschlechts, namentlich was seine religiöse Erziehung betrifft, erblicken eine providentielle Thatsache, die ich mir nicht herauSnehme, Ihnen zu erklären, zu welcher Eie jedoch in der Entwickelung der religiösen Ideen des Menschengeschlechts einige Seitenstücke kennen. Geradezu um die Anerkennung dieser providentiellen Thatsache zu vermeiden, hat man den Instinkt des Monotheismus erfunden, welchen die ganze semitische Nape besessen haben soll, der aber, wie wir gesehen, nichts als eine Chimäre ist. Man wird jetzt begreifen, warum die Hebräer die Kunst nicht gepflegt. Die Kunst war die Mission der Griechen. Die Mission der Hebräer war, Gott zu erkennrn und ihn der Welt kund zu machen. Namentlich in der plastische» Kunst waren ihnen die anderen femiti* schrn Völker überlegen; ja, sie wurde von den Hebräern verabscheut, weil die plastische. Kunst die Nachahmung, die Jdealisirung, die Vergötterung der Natur bezweckt»