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Jeschurun · 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 33

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
Fünfter Jahrgang (1865/66)
Issue
1866
Date
1866-01-01
Page
Seite 33 (sequence 37)
Language
Hebrew
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ausgenommen — alle semitische Völker. ״Aber Sie vergefsen die Araber," wird man mir erwiedern; ״sind nicht ihre Denkmäler da, um ihren Glauben an einen einzigen Gott darzutbun?" Welche Monumente, wenn ich fragen darf? Eine Reihefolge von Eigennamen, mühselig zusammengesiellt aus Schriften, die relativ einer neueren Zeit angehören und mit einem philologischen Scharfsinn ausgelegt, der einer ernsteren, besseren Sache werlh wär^. Aber ich öffne daS Buch ״Josuah" und ich lese daselbst: ״Josuah sagte allem Volke: Also hat der Herr gesprochen: Jenseits des Flusses wohnten einst 'euere Borfahren, Tarah, Vater Abraham'» und Bater Rahor'S, und sie beteten falsche Götter an." Ist die» deutlich? Ich öffne den Herodot und lese daselbst, daß die alten Araber die BenuS Urania unter dem Namen Ali lat, d. h. Alilahet, anbeten, die ihre Göttin pap excellenc« war, die Astarte der Syrier und Phönicitt, di« der Prophet Jeremias die ״Königin de» Himmels״ nennt. Ich öffne den Koran, und ich lese daselbst die Namen mehrererheidnischen Gottheiten, welche die Araber an» beteten. " UeberdieS ex fhictu arbor agnoscitur. WaS hat der angebliche Monotheismus der Araber hervorgebracht? Nicht», durchaus nichts I Die alten Araber haben ebenso wenig, als die Syrer, die Phvnicier und andere semitische Völker, eine Literatur.hinterlaflen. Mehr als zehn Jahr- Hunderte waren über die Gräber der letzten Propheten hingegangen, al» Arabien die ersten Töne seiner monotonen Gesänge ericballen liest. Und wa« meist k« Arab-r zu besingen?Seine Eitelkeit, seinen Stolz, seinen EgoiS» mu», ein schöne» Kamee!, ein edle» Roß, eine gerade Lanze, einen schnellen Pfeil, manchmal eilte schöne Frau. Die Gastfreundschaft ist seine höchste Tugend, die Rache seine vornehmste Leidenschaft.

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