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Jeschurun · 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
Fünfter Jahrgang (1865/66)
Issue
1866
Date
1866-01-01
Page
Seite 29 (sequence 33)
Language
Hebrew
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29 Eine ähnliche Erscheinung nehmen wir auch bei den^ Hebräer« wahr. Die Abrahamiten, ursprünglich Aramäer. nahmen, in Palästina angekommen, nach und nach die Sprache der Palästinenser, d. h. die der LandeSeinge borenen, und der Phönicier an. Aber sie erhielten sich einige Bruchstücke der Sprache ihrer aramäischen Vorfahren, namentlich das wichtige Zettwort Uaja oder Hawa (Sein), das in inniger Beziehung stand zu dem Namen Gottes, Jahwe oder Jehova, Der der ist, oder das Allsein, während die Phönicier das Zeitwort Sein, wie die Araber, durch vovan oder cän ausdrückten. Vor dreißig Jahren berettS habe ich dieses Zettwort «in in zwei punischen Versen des PlautuS erkannt. Damals wurde die Richtigkeit dieser Bemerkung von den Orientalisten bestritten; seitdem hat jedoch die phönicische Inschrift von Marseille und die deS EarkophageS von Eschmuneser, König von Sidon, die Thatsache bestätigt, die jetzt Niemand mehr in Abrede stellt. Wie eS nun auch mit diesen ethnographischen Fragen sich verhalte, die ich hier unmöglich erschöpfend behandeln kan», so halte ich dafür, daß man den semtttschen Sprachen einen viel charakteristischeren Namen beilegen könnte, indem man sie dreibuchstabige oder zweisilbige Sprachen nennte; denn soweit wir auch iu die Geschichte der semitischen Sprachen zurückzugehen vermögen, bieten sie uns Wurzeln von drei konsonante» dar, die durch zwei Locale verbunden und zweisilbig sind, während sämmtliche indo-europäische Sprachen einsilbige Wurzeln haben. So wird z. B. dar Zeitwort mach(en) im Sanskrit durch kri, im Griechischen durch pa, im Lateinischen durch fac, im Assyrischen aber durch abas, im Phönicischeu durch pa'al, im Hebräischen durch pa'al, oder 'assa, im Aramäischen durch abad, im Arabischen durch ka'al, im Aethiopischen durch gabar ausgedrückt. Wie ver-

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