Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 30)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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26 r Nach dieser Erklärung, die ich für nothwendig ge׳ halten, komme ich auf die drei Sprachen zurück, mit denen wir uns zu beschäftigen haben werden. Das Hebräische, das Chaldäische und das Syrische gehören einer Sprachenfamilie an, welche man seit dem Ende des vorigen Jahrhunderts gemeinhin semitische Sprachen benennt, weil, wie man damals annahm, die Völker, welche sie redeten, von der Race de- Seyi, Sohnes von Noah, waren. Diese Völker sind: die Assyrier, die Babylonier oder Chaldäer, die Syrer, die Phönicier, die Hebräer, die Araber und die Aethiopier. Die -dem Bekenner des JudenthnmS jede Proselytem . ,wacherer fre«ür-ist und daß er die Spaltungen und Controversen in der Kirche mehr von! allgemein geschichtlichen, als von! religwsen Standpunkte aus betrachtet, gebietet ihm sein Glaube eine gewisse Zurückhaltung und zeichnet ihm bestimmte Rücksichten vor in Allem, was die Kirche anaeht. Ich könnte noch geltend machen, daß ein Jude, weil unbefangen und unbetheiligt, oft unparteiischer und daher gerechter manche Punkte beurtheilen und darstellen dürfte, über welche die ־־־ verschiedenen Kirchen entgegengesetzte Ansichten mit der größten Schroffheit vertreten; allein begnügen wir ׳uns mit der Ueberreugung, daß die confervativen Elemente der Kirche weniger von einem jüdischen Universitätslehrer, als von einem ansgeklart oppositionellen christlichen, bertihrt werden, mdem Jener stets eine Zurückhaltung beobachten wird, die sein Bekenntnis ihm auflegt." — Wir fügen noch hinzu, daß trotz der jüdischen Lehrunv Lernfreiheit die echten Juden auf dem Gebiete des Glauben» und des Wissens keine entgegengesetzte Ansicht, Anschauung und Aieinung verwerfen, ja sogar selbe aufrichtig respectiren. D. Red.