Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 19)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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IS von bim KatholiciSmuS differiren. Auch der Islam, dem das Gebet Alles und das Höchste ist, hat die Musik beim Gottesdienste ausgeschlossen. Wir glauben nun, daß die Frage über die Einführung der Orgel in die Synagoge nach unserer Untersuchung von selbst wegsällt, da die Synagoge durch die allgemeine Einführung der Musik ihrem Grundprincipe und ihrem innersten Wesen gänzlich untren werden würde, und eine solche Verleugnung und Verkennung der Vergqngenheit kann wahrlich nicht ohne, die schädlichsten Folgen bleiben. Wir wollen bloß an dem einen Punkt beispielweise erinnern, daß bei Einführung der Musik und respective der Orgel die Synagoge sich ebenso wie die Kirche in eine europäische oder eigentlich deutschsranzösische und orientalische spalten würde, da nicht bloß die Juden im Orient, sondern auch in Rußland und in der Türkei und Griechenland, wo die orthodoxe griechische Kirche die herrschende Religion ist, niemals von der Orgel Gebrauch machen werden, weil ihnen dieselbe unbekannt und selbst ihren christlichen und muhamendänischen Mitbürgern fremd ist. BlvS in katholischen und protestantischen Ländern hat der Umschwung der Zeit und die Neformsucht den Wunsch nach Einführung der Orgel in einigen Gemeinden angeregt °). Merkwürdiger- ") Die Vertheidiger der Orgel in der Synagoge berufen sich auf das im Talmud (Erachin 10, b; Tamid 3, 8) erwähnte Instrument סגר׳פה, worunter, wie sie glauben, eine Orgel gemeint fei. Allein selbst im Falle, daß im Tempel eine Art Orgel war, hat dies auf die Synagoge (wie wir bereits nachgewiesen) keinen Einfluß. Aber die B Sache ist eine Chimäre. Wer die Bemng der Construction des unbekannten Inlrumentes sich ein wenig anschaulich macht, der r