Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 18)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
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14 symbolisch darzustellen bemüht ist. Sie scheint darum auch als Norm angenommen zu haben, daß beim Gottesdienst die Instrumentalmusik vorherrschen muß, (עיקר שירה כבלי), weil eben das Meßopfer alles und das Gebet nur Nebensache ist. — Demgemäß ist auch im gewissen Sinne dir.Orgel ein rein katholisches Instrument, wie dies zur Zeit der Reformation und im 18. n. 17. Jahrhundert die Protestanten mit Recht fühlten, und Orgel und Messe mit einander identificirten und gegen beide ihre Angriffe richteten. — Und obschon di« protestantische Kirche die Orgel endlich wiederum ausgenommen hat, so gehört dies mitunter zu den zahlreichen Jnconsequenzen, die derselben von den Katholiken mit vollem Rechte vorgeworfen werden. Unsere Alten — die Begründer der Synagoge — nrtheilten und dachten hieriw auch richtiger. So die Synagoge einzig und allein ihrem Charakter als Gebet- und LehrhauS treu bleiben soll, so darf nur allein Hauptsächlich der Vocalgesang und der Vocalchor darin vorherrschen. Hingegen tritt aber da. wo die Begriffe Opfer und stellvertretendes PriestrrthuM vorwalten, die Jnstrumentalmusik wiederum in den Bordergrnnd. Mit einem Worte, das Princip der Synagoge, als Bet - und Lehr- Hans ist Vocalgesang, weil der Betende allein, ohne Vermittelung eines Priesters, auf den Flügeln der Andacht sein Herz zu Gott erheben und vor ihm sein Inneres ausschütten will; tzas der katholischen Kirche dagegen, als eine geweihete Altarstätte, wo allein der Priester fungirt und das stellvertretende Meßopfer für die oft abwesende Gemeinde verrichtet, ist Instrumentalgesang. — Bekanntlich hat die orientalische (griechische) Kirche weder Musik noch Orgel bei ihre»! ׳ CultuS, und vielleicht ist dies auch in de» dogmatischen Ansichten derselben begründet, die in der Messe und in der gleichen Göttlichkeit des Sohnes mit dem Vater ו .