Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 17)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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13 bot, allein anwenden*). — In der Jnstrnmentalmusik, der steten Begleiterin des allgemeinen, öffentlichen und priesterlichen OpferritnS und mit demselben innig verwachsen, erblickte man noch immer die Begriffe des stellvertretenden Opfers und darum glaubte man dieselbe WS den Bethäusern (kro8eucden), da hier jeder Einzelne mit seinem Munde und seinem Gefühle Gott anrufen soll, fern halten zu müffen, um jedem äußerlichen Medium den Zutritt zu verwehren. In der Synagoge sollte nichts als die Stimme des Gebetes und des Gottes- Wortes gehört werden, weil wir da anstatt der Farren mit unfern Lippen dem Ewig<n unsere Opfer darbringen. Wo der Priester mit dem Laien gleich ist, da gibt'S nur Gebete und Gesang. — Das scheint daher der wahre Sachverhalt und die eigentliche Ursache zu sein, warum die Musik in der Synagoge von deren Anbeginne an keine Aufnahme finden konnte — und demnach würde sich die ׳Synagoge ihres wesentlichen Momentes, ihres Grundprincipes entänßern, wenn sie der Instrumentalmusik allgemeineLZutritt gestatten möchte. Die katholi sche Kirche, die das stellvertretende, vom Priester verrichtete, Meßopfer als>,den wichtigsten Theil und den Kern des CultnS verehrt, wo alles Andere (Gebet u. s. w.) bloS einen sekundären Werth hat, hat deßhalb auch die Musik nicht mir ausgenommen, sondern derselben einen vorwiegende» Rang eingerüuint, weil die katholische Kirche mit der Mesic und ihrem ganzen Priester CultuS den Opfer- und Gottesdienst im Tempel zu Jerusalem d) Die Ausschließung aller Vermittelung zwischen Gott und Menschen ist. eine Grundidee der Synagoge. ,Vergl. Talm. Joma, 52 a, wo es heißt: ארי׳ חביבץ ישראל שלא הצריכן הכתוב לשליח und Raschi'S Commentar dazu. —