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Jeschurun · 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
Fünfter Jahrgang (1865/66)
Issue
1866
Date
1866-01-01
Page
Seite 12 (sequence 16)
Language
Hebrew
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Präsentation d«S ganzen Volkeangesehen wurde, gleichberechtigt an die Seite zu setzen. Wurde z. B. da- Flötenspiel am Freudenfest des Wasserschöpfens am Sabbat drßhalb untersagt, weil man selbst bei großen, gotteSdienstlichen Tempel-Feierlichkeiten durch das Muficiren die Sabbatmeihe nicht verletzen darf (שמחה ית־רה אינה רוחה אח השבח), wie sollte es sich die Synagoge heraus« nehmen, für sich etwas zu beanspruchen, waS in.demselben Falle selbst im Tempel nicht erlaubt war! Denn wurde die Jnstrunientalniusik am Sabbat bei der Darbringnng der gcnleindlichen Opfer gestattet, weil sie mit dem ganzen Priester-Cultus eng verbunden war (nnd alles, was zum allgemeinen Opferritus gehörte, war am Sabbat erlaubt), so durste eo ip80 das Musiciren am Sabbat in der Synagoge reicht staitsinden, weil, diese als BethauS, das an allen Orten, ohne eines Priesters zu bedürfen, seine bescheidene Statte, wo sich einige fromme Gläubige znsanimenfinden, aufichlagen soll, nicht die Gesammtheit (die Nation), wie der Tempel, rcpräsentirt. Waman also in Betreff der Musik n. dgl. im Tempel, als der einzigen, heiligen Opferstätte für ganz Js« rael, das auch bei dem öffentlichen CnltuS (בורה!,) von den Priestern vertreten wurde, gestattete, konnte selbstverständlich auf die Synagoge, die Repräsentantin des die stellvertretenden Opfer und Priester verdrängenden Gebetes nicht ausgedehnt werden. Hier nämlich, wo der betende Mensch,׳'ob Priester oder Laie, unmittelbar mit den Empfindungen seines Herzens seinem Schöpfer sich naht, und eine Ver-tretung der gesammten Ration gar nicht denkbar ist, mußte man das Princip, -.die Vokalmusik sei Hauptsache", in seiner ganzen Conseguenz durchführen, und den Vocalgesang mit Ausschließung von Jirstrumentalbegleitung, deren Mitwirkung am Sabbat u»d Festtagen ohnehin viele Scrupel und Schwierigkeiten

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